Lungen-Ca-Kranke vertragen Enzymhemmer gut

FRANKFURT AM MAIN (ner). Patienten mit rezidiviertem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom steht für die Zweittherapie außer Docetaxel der Enzym-Hemmer Pemetrexed zur Verfügung. Der Hemmstoff zeichnet sich durch eine gute Verträglichkeit aus.

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Docetaxel gilt bei nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) als Standardmedikament, sagt Dr. Wolfgang Schütte von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Denn es bessert den Allgemeinzustand der Patienten deutlich und hilft, den Schmerzmittel-Verbrauch zu verringern. Pemetrexed (Alimta®) habe sich als ähnlich wirksam, aber wesentlich besser verträglich als Docetaxel erwiesen, sagte Schütte bei einer Veranstaltung des Unternehmens Lilly in Frankfurt am Main.

Das hat sich in einer randomisierten Studie herausgestellt, an der 471 Patienten mit rezidiviertem NSCLC teilnahmen: Die Ansprechraten lagen bei jeweils 46 Prozent, neun Prozent hatten eine partielle oder Komplettremission. Komplette Remission bedeutet, dass mindestens vier Wochen lang kein Tumorgewebe mehr nachweisbar ist.

Die unerwünschten Wirkungen Neutropenie oder Haarausfall traten bei etwa 40 Prozent der mit Docetaxel behandelten Patienten auf, aber nur bei fünf und sechs Prozent der Patienten mit Pemetrexed. Auch febrile Neutropenien und Infektionen kamen signifikant seltener vor. "Damit haben wir eine zweite gute Therapieoption", berichtete der Pneumologe.

Durch eine Supplementation mit 0,4 bis 1,0 mg Folsäure täglich wird die Toxizität der Therapie gering gehalten. Die Einnahme von Folsäure sollte sieben Tage vor der Therapie beginnen und über die gesamte Dauer fortgesetzt werden. Die Pemetrexed-Kurzinfusion wird einmal zu Beginn eines 21-Tage-Zyklus verabreicht. In Phase-III-Studien haben Lungenkrebs-Patienten bis zu 20 Zyklen erhalten.

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