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Onkologie

MHH setzt auf Sport für Kinder

Die Medizinische Hochschule Hannover unterstützt junge Patienten mit dem Angebot einer Sporttherapie - diese kann noch während der Chemo starten.

Veröffentlicht:

HANNOVER. Sport stärkt krebskranke Kinder. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet krebskranken Kindern und Jugendlichen eine nach eigenen Aussagen deutschlandweit einmalige Sporttherapie. Torge-Christian Wittke, Sozialpsychologe und ehemaliger Leistungssportler, geht auf die Stationen und bietet den jungen Patienten an Sport zu treiben.

"Zusätzlich zur Physiotherapie trainiere ich mit den Kindern Kraft und Ausdauer", sagt Wittke der "Ärzte Zeitung". Sogar schon während der Chemotherapie könne man auch im Bett Beinpressen machen. Das Konzept besteht aus Sporttherapie, Sport- und Verhaltensschulung sowie einer Erstuntersuchung und Routinenachkontrolle.

Das freiwillige Training beginnt schon bei der stationären Krebsbehandlung und soll schon während der Chemo die körperliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit erhalten. Wittke betreut derzeit zehn bis zwölf Kinder in der Woche. Die Übungen finden entweder im oder am Bett des Patienten oder in Trainingsräumen des Instituts für Sportmedizin statt.

"Unsere Kinder liegen oft für Monate im Bett, zu schwach, um auf die Toilette zu gehen", sagt Professor Christian Kratz, Direktor der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie.

"Ihre komplette Entwicklung liegt brach. Dieses neue Angebot ist eine riesige Ablenkung von der Krankheit und tut nicht nur der körperlichen Entwicklung gut, sondern auch der seelischen."

Das Programm kostet rund 50.000 Euro im Jahr. Der Verein für krebskranke Kinder Hannover hat das Projekt mit der Finanzierung einer Stelle erst ermöglicht. Als erste Kasse übernimmt die Techniker Krankenkasse (TK) für ihre Versicherten die Kosten.

"Unser Ziel ist es, dass die Patienten durch die neue Therapie mindestens 80 Prozent der altersgemäßen Leistungen bei der Herz- und Lungenfunktion, Muskelkraft und Koordinationsfähigkeit erreichen - zurzeit sind es geschätzt 60 Prozent", sagt Andreas Meusch, Leiter der Landesvertretungen der Techniker Krankenkasse. (cben)

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