MRT weist früh beginnende Demenz nach

LEXINGTON (mut). Eine DemenzErkrankung kann man offenbar schon vier Jahre vor Beginn kognitiver Einschränkungen diagnostizieren: In dieser Zeit treten bereits massive Zellverluste in verschiedenen Hirnbereichen auf. Und diese lassen sich per MRT aufspüren, haben US-Forscher herausgefunden.

Veröffentlicht:

In einer über fünf Jahre dauernden Studie beobachteten Hirnforscher um Dr. Charles Smith aus Lexington über 130 gesunde Menschen im Alter von über 70 Jahren und prüften in regelmäßigen Abständen deren geistige Fähigkeiten. Mittels MRT analysierten sie zudem ihre Hirnstruktur.

Insgesamt entwickelten 23 Teilnehmer zunächst leichte kognitive Einschränkungen. Von diesen erkrankten im Studienverlauf neun an M. Alzheimer. Das überraschende Ergebnis: Bei den Patienten, die später leichte kognitive Einschränkungen oder Alzheimer entwickelten, war teilweise schon bei Studienbeginn das Volumen der grauen Substanz in verschiedenen Hirnbereichen deutlich reduziert - im Median um ein Fünftel.

Insgesamt, so die Forscher, ließen sich bereits vier Jahre vor Beginn der kognitiven Einschränkungen massive Zellverluste in Gebieten wie dem Temporallappen, der Parietalregion und besonders dem linken Gyrus angularis nachweisen (Neurology 68, 2007, 1268). Anhand solcher Veränderungen lasse sich eine beginnende Demenz schon sehr früh erkennen, so die Forscher.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Hoffnung auf frühe Alzheimer-Therapie

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Daten aus der Framingham Heart Study

Schädel-Hirn-Traumata wohl mit erhöhter Demenzsterblichkeit assoziiert

„Demenz-Uhr“ erstellt

Bluttest könnte Alzheimerbeginn vorhersagen

Cochrane Review zu Ginkgo biloba

Ginkgo biloba: Kein Nutzen bei MCI, geringe Effekte auf Demenz

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein