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Macht die "Pille" Prostatakrebs?

NEU-ISENBURG (BS). Die Exposition gegenüber Östrogenen kann möglicherweise das Risiko für ein Prostatakarzinom erhöhen.

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Das könnte erklären, warum in Ländern, in denen besonders viele Frauen mit der Pille verhüten, bei besonders vielen Männern ein Prostata-Ca diagnostiziert wird.

Orale Kontrazeptiva enthalten Östrogenkomponenten, die nicht abgebaut, sondern mit dem Urin ausgeschieden werden und auf diese Weise das Grundwasser kontaminieren können.

Weil es aus Studien Hinweise auf eine Assoziation zwischen Östrogenexposition und Prostatakrebs gibt, sind kanadische Urologen dem Zusammenhang jetzt in einer geografischen Studie nachgegangen (BMJ 2011; online 14. November).

Als Grundlage dienten ihnen der United Nations World Contraceptive Use 2007 Report sowie Daten der International Agency for Research on Cancer zur länderspezifischen, altersstandardisierten Inzidenz und Mortalität des Prostatakarzinoms aus demselben Jahr.

Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen der Verwendung von oralen Kontrazeptiva und der Inzidenz des Prostatakarzinoms, und zwar ebenso im weltweiten wie im europäischen Ländervergleich.

Auch die Prostatakarzinom-Mortalität fiel in Ländern mit hohem Anteil von Pillenanwenderinnen höher aus, allerdings war diese Assoziation nur im weltweiten Vergleich signifikant und nicht innerhalb von Europa.

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