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Medikament beugt Prostata-Krebs vor

CHICAGO (rf). Bei Männern mit hohem Prostatakrebsrisiko rückt die Chemoprävention mit 5-alpha-Reduktase-Hemmern mehr und mehr in den Fokus. In der REDUCE-Studie wurde mit Dutasterid das Prostatakrebsrisiko im Verlauf von vier Jahren um 23 Prozent verringert.

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"Ich würde Männern mit hohem Prostatakrebsrisiko eine Chemoprävention empfehlen", sagte Studienautor Professor Gerald Andriole aus St. Louis bei einer Pressekonferenz auf der Jahrestagung der AUA in Chicago. Das Risiko sollte anhand von Alter, digital-rektaler Untersuchung, PSA-Wert und Familienanamnese bewertet werden.

Dutasterid stoppt Tumore.

An der Studie nahmen 8200 Männer im Alter von 50 bis 75 Jahren teil (mittlerer PSA-Wert: 5,9 ng/ml). 13 Prozent hatten eine positive Familienanamnese für ein Prostata-Ca. Die Männer nahmen randomisiert täglich 0,5 mg Dutasterid oder Placebo ein. Bereits in den ersten zwei Jahren war in der Verumgruppe die Rate von Prostata-Ca um 23 Prozent verringert (13 Prozent vs. 17 Prozent unter Placebo), sagte Andriole. In den Jahren drei bis vier betrug die Risikoreduktion 24 Prozent (9 vs. 12 Prozent). "Dutasterid stoppt das Tumorwachstum und lässt den Tumor möglicherweise sogar schrumpfen", so Andriole. Anders als in der PCPT-Studie mit Finasterid kam es unter der Therapie nicht zur Zunahme höhergradiger Tumore. Allerdings war für eine Bewertung möglicherweise die Nachbeobachtungszeit zu kurz.

5-alpha-Reduktase-Hemmer sind nicht zur Prävention des Prostata-Ca zugelassen. Der Einsatz wird von der US-Hausärztegesellschaft aber bei hohem Risiko bereits befürwortet. Entwickelt wird zur Zeit ähnlich wie im Herz-Kreislauf-Bereich ein Web-basierter Risikokalkulator, der das Abschätzen des Prostata-Ca-Risikos bei Männern erleichtert.

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