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Mehr Chancen für Frauen mit BRCA-Mutation

NEU-ISENBURG (ikr). Die Behandlung mit einem PARP-Hemmer bietet aktuellen Studienergebnissen zufolge Chancen für Patientinnen mit BRCA1- oder BRCA2-Genmutation und rezidivierendem, fortgeschrittenem Mamma- oder Ovarialkarzinom.

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Aus groß mach klein: Mit der hohen Dosis des PARP-Hemmers verkleinerte sich der Tumor bei 41 Prozent der behandelten Frauen oder ging sogar komplett zurück.

Aus groß mach klein: Mit der hohen Dosis des PARP-Hemmers verkleinerte sich der Tumor bei 41 Prozent der behandelten Frauen oder ging sogar komplett zurück.

© karoshi / fotolia.com

In einer Phase-II-Studie erhielten 27 Frauen mit BRCA-Genmutation und rezidivierendem, fortgeschrittenem Brustkrebs zweimal täglich 400 mg Olaparib oral und ebenfalls 27 Frauen zweimal täglich nur 100 mg des Poly (ADP-Ribose) Polymerase-Hemmers, kurz PARP-Hemmer (The Lancet 2010; 376: 235). Das Enzym PARP hat eine Schlüsselfunktion bei der Reparatur von DNA. Alle Studienteilnehmerinnen hatten zuvor im Mittel bereits drei Chemotherapie-Regime bekommen.

Primärer Endpunkt war die objektive Ansprechrate, das heißt die Rate der Tumoren, die sich deutlich verkleinerten oder gar komplett zurückbildeten. Sie betrug mit der höheren Olaparib-Dosierung 41 Prozent und mit zweimal 100  mg der Substanz pro Tag 22 Prozent. Es gab hauptsächlich niedriggradige Toxizitäten. Am häufigsten waren Fatigue, Übelkeit, Erbrechen und Anämie.

In einer weiteren Phase-II-Studie bekamen 33 Patientinnen mit BRCA1- oder BRCA2-Genmutation und Rezidiv eines fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms zweimal täglich 400 mg Olaparib und 24 Frauen zum Vergleich die 100-mg-Dosis zweimal täglich. Die Studienteilnehmerinnen hatten im Mittel ebenfalls schon drei Chemotherapien hinter sich (The Lancet 2010; 376: 245).

Auch in dieser Studie war der primäre Endpunkt die objektive Ansprechrate. Sie betrug mit der höheren Dosierung des Poly (ADP-Ribose) Polymerase-Hemmers 33 Prozent und mit der niedrigeren Dosis 13 Prozent. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren ähnlich wie bei den Frauen mit Mamma-Ca Fatigue, Übelkeit und Anämie.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Lichtblick für Randgruppe

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