Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Mit dem Schlaganfall-Lotsen zu mehr Lebensqualität

Den Alltag nach dem Schlaganfall meistern: In Ostwestfalen-Lippe wird Patienten ein Jahr lang ein Case-Manager zur Seite gestellt.

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Nachsorge hat viele Gesichter: In Ostwestfalen-Lippe testet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe derzeit den Einsatz von Schlaganfall-Lotsen.

Das zugehörige Projekt „Stroke Owl“ ist im Oktober 2017 angelaufen. Die ersten Patienten konnten im Juni 2018, nach vorheriger Qualifikation der Lotsen, aufgenommen werden.

Erste Zwischendaten zeigen: Zum Stand September 2018 nahmen bereits 163 von 280 Patienten teil, die die Einschlusskriterien erfüllten, bis Ende 2020 sollen es bis zu 2000 werden. In dem Projekt betreuen 17 Schlaganfall-Lotsen Patienten ein Jahr lang nach dem Schlaganfall. Sie nehmen die Patienten bereits in der Stroke Unit der Klinik in das Programm auf und begleiten diese von der Akutstation in die Nachsorge.

Die Lotsen kommen aus einem Pflege-, Therapie- oder sonstigem Gesundheitsberuf und haben eine Zusatzqualifikation im Case Management. Ihre Aufgabe ist es, die häufig komplexe Versorgung zu organisieren und zu koordinieren, für möglichst reibungslose Abläufe zu sorgen sowie die Patienten und ihre Angehörigen zu beraten.

Dabei unterstützt der Lotse etwa bei der Beantragung von Hilfsmitteln, der Suche nach einem Pflegedienst oder notwendigen Umbaumaßnahmen zu Hause. Er soll aber ebenso bei der Änderung des Lebensstils unterstützen.

Das Projekt wird über den Innovationsfonds für neue Versorgungsformen mit rund sieben Millionen Euro gefördert und läuft bis Ende September 2020. Neben der Verbesserung der Lebens- und Versorgungsqualität geht es auch darum, die Schlaganfall-Rezidivrate zu senken.

Für die wissenschaftliche Begleitforschung erhebt die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Uni Bielefeld zu Beginn und zum Ende der Betreuung Parameter wie Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinwerte, aber auch andere Daten zu Gesundheitsverhalten und Lebensqualität. (eb)

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