Muskelfasern werden wie DNA stabilisiert

BOCHUM (eb). Muskelzellen werden auf die gleiche Weise stabilisiert wie die Erbsubstanz, haben Forscher unter anderem aus Bochum nachgewiesen.

Veröffentlicht:

Methyltransferasen übertragen im Zellkern Methylgruppen auf Abschnitte der Erbsubstanz. So markieren sie aktive und inaktive Genabschnitte. Auch Zellkernproteine werden methyliert, am häufigsten an der Aminosäure Lysin.

An den methylierten Regionen bilden sich Proteinkomplexe, die wichtig für Reparatur und Replikation der Erbsubstanz sind. Welche Proteine die im Zytoplasma vorkommenden Methyltransferasen methylieren, war weitgehend unbekannt.

Die Forscher identifizierten im Zytoplasma ein Enzym, das Lysin methyliert (Smyd2). Als Partner von Smyd2 bestimmten sie das Hitzeschockprotein Hsp90.

Smyd2 und methyliertes Hsp90 bilden einen Komplex mit dem Muskelprotein Titin, dem größten Eiweiß bei Menschen. Es fungiert als elastische Feder und wird durch die Bindung von methyliertem Hsp90 geschützt.

Muskelzellen des Zebrafischs veränderten die Forscher so, dass Smyd2 nicht gebildet und Hsp90 nicht mehr methyliert wurde. Folglich war die elastische Titinregion instabil, die Muskelfunktion stark eingeschränkt; die regelmäßige Muskelstruktur löste sich teilweise auf (Genes and Development 2012; online 12. Januar).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Seltene, aber schwere Nebenwirkung

NSAR und Metformin: eine gefährliche Kombination

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: sPGA-Ansprechen über zwei Jahre

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Psoriasis-Therapie bei Kindern und Erwachsenen

PDE-4-Hemmer: erste orale Systemtherapie für Kinder − auch bei besonderen Manifestationen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Reha-Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht

Menschen in der Börse gucken auf ihre Bildschirme.

© Seth Wenig/AP/dpa

Praxiswissen Geldanlage

Die Börsentrias: Geduld, Disziplin und Sparplan

Ein todkranker Patient liegt in einem Bett auf der Palliativstation im Krankenhaus.

© ARMMY PICCA / stock.adobe.com

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende