Direkt zum Inhaltsbereich

Nachsorge per Telemonitoring ist bereits Realität

DÜSSELDORF (hub). Die Nachsorge ist schon lang im Wohnzimmer angekommen. Zumindest gilt das für Patienten nach ICD-Implantation. Hier hat sich Telemonitoring seit Beginn des Jahrzehntes etabliert.

Veröffentlicht:

Die ersten Verfahren zur telemedizinischen Nachsorge für Patienten nach Implantation eines internen Kardiodefibrillators (ICD) wurden 2001 von Biotronik eingeführt. Das berichtete Privatdozent Marcus Koller aus Bad Neustadt beim Medica-Kongress. Mittlerweile hätten alle ICD-Hersteller nachgezogen.

Die Telemedizin hat gleich mehrere Vorteile: Erstens werden die Patienten kontinuierlich überwacht. Es kann bei medizinischen oder technischen Problemen schnell reagiert werden: Denn bei ernsten Problemen wird der Arzt umgehend per Fax oder E-Mail informiert, er kann den Patienten umgehend einbestellen.

Zweitens spart die telemedizinische Überwachung Zeit - für Arzt und Patient. Koller berichtete von einer Studie, in der mit Telemedizin ein Patient neun Minuten aufbringen müsse, der Arzt sieben. Bei einem Praxis- oder Klinikbesuch fielen 140 Minuten für den Patienten und 25 für den Arzt an.

Drittens könnten per Telemedizin auch Kosten gesenkt werden - und zwar um 60 Prozent für die medizinischen Kontrolluntersuchungen. Das habe eine Studie mit etwa 250 Patienten nach ICD-Implantation ergeben, die per CareLink von Medtronic überwacht wurden.

Der erste Nachsorgetermin sollte allerdings in Klinik oder Praxis erfolgen, riet Koller. Denn gerade in der ersten Zeit nach der Implantation seien etwa zwölf Prozent der Alarme falsch negativ. Hieran werde aber gearbeitet.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Signifikant höhere Erfolgsquote

Persistierendes Vorhofflimmern: Müssen die Leitlinien geändert werden?

Studie mit Älteren

Hat Abnehmen (k)einen Effekt auf Vorhofflimmern?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen