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Nebivolol: Option bei Älteren mit Herzschwäche

MÜNCHEN (gvg). Mit dem Betablocker Nebivolol wird bei über 70jährigen Herzinsuffizienz-Patienten die Zahl von Todesfällen und Klinikeinweisungen signifikant reduziert. Das ist das wichtigste Ergebnis der beim Europäischen Kardiologie-Kongreß vorgestellten SENIORS-Studie.

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Eine Besonderheit, die SENIORS (Study of Effects of Nebivolol Intervention on Outcomes and Rehospitalisation in Seniors with Heart Failure) von anderen großen Herzinsuffizienz-Studien abgrenzt: Aufgenommen wurden hier nur über 70jährige. So ergab sich ein Durchschnittsalter von 76 Jahren - das entspricht in etwa dem Durchschnittsalter von Herzinsuffizienz-Kranken in der täglichen Praxis. Ein Drittel der Patienten hatte eine linksventrikuläre Auswurfleistung von über 35 Prozent.

In SENIORS erhielten 2128 Patienten zusätzlich zur Standardtherapie drei Jahre lang entweder Nebivolol (Nebilet®, Zieldosis 10 mg/Tag) oder Placebo. Primärer Endpunkt waren Todesfälle jeglicher Ursache sowie Krankenhauseinweisungen wegen eines kardiovaskulären Problems (kombinierter Endpunkt).

"Bei Verum-Behandlung lag die Ereignisrate nach drei Jahren um 14 Prozent niedriger als in der Placebo-Gruppe", so Professor Andrew Coats aus Sydney in Australien, der SENIORS in München in einer Hotline-Session vorgestellt hat. Der Unterschied war statistisch signifikant.

Vorteile für Nebivolol gab es auch beim sekundären Endpunkt: Die Gesamtmortalität lag mit Nebivolol um 12 Prozent niedriger als mit Placebo. Eine statistische Signifikanz ergab sich hier allerdings nicht. "Nebivolol ist ein effektives Medikament bei der Therapie älterer Menschen mit Herzinsuffizienz", so Coats Schlußfolgerung.

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