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Neue Arznei beruhigt überaktive Blase

STUTTGART (sto). Zur Behandlung von Patienten mit überaktiver Blase gibt es jetzt eine neue Option: das Antimuskarinikum Fesoterodin. Die Arznei ist als Retardtablette in zwei Dosierungen erhältlich.

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Fesoterodin (Toviaz®) wird ebenso wie das strukturverwandte Tolterodin im Körper in den aktiven Metaboliten 5-HMT umgewandelt, hat Privatdozent Tim Schneider aus der Praxisklinik Urologie Rhein/Ruhr in Mülheim erläutert.

Im Gegensatz zu Tolterodin werde Fesoterodin jedoch ohne die Beteiligung des Leberenzyms CYP2D6 verstoffwechselt, so Schneider auf einer Veranstaltung von Pfizer in Stuttgart. Dieser Unterschied in der Pharmakokinetik sorge dafür, dass Fesoterodin auch bei Patienten eingesetzt werden kann mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sowie bei Patienten, die eine Begleitmedikation einnehmen, die unter Umständen den Leberstoffwechsel hemmt. Als Anfangsdosis werden 4 mg einmal täglich empfohlen. Je nach Erfolg könne die Dosis auf 8 mg einmal täglich erhöht werden. Das einschleichende Dosieren könne zu einer besseren Compliance beitragen, so Schneider.

In den klinisch relevanten Zulassungsstudien sei die Zahl der Miktionen pro 24 Stunden mit beiden Dosierungen des neuen Mittels im Vergleich zu Placebo deutlich reduziert worden. Mit 4 mg verringerte sich die Zahl der Miktionen um 17 Prozent und mit 8 mg um 19 Prozent. Auch die Zahl der Dranginkontinenz-Episoden wurde mit beiden Dosierungen deutlich reduziert. Zugleich erhöhte Fesoterodin in beiden Dosierungen das Miktionsvolumen um bis zu 20 Prozent bereits nach zwei Wochen.

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