Direkt zum Inhaltsbereich

Leitartikel zur Immuntherapie gegen Krebs

Neue Behandlungs-Optionen mit großem Potenzial

Immunologie ist ein zähes Forschungsgebiet. Entsprechend lange hat es gedauert, bis erste Fortschritte mit Immuntherapien gegen Krebs zu verzeichnen waren. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigen die Erfolge bei Melanompatienten.

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:
Die gelben Lymphozyten von Krebskranken sind Basis der adoptiven Immuntherapie.

Die gelben Lymphozyten von Krebskranken sind Basis der adoptiven Immuntherapie.

© Dermatzke / fotolia.com

Für die Entwicklung von Therapiestrategien, die die körpereigene Immunabwehr nutzen, braucht es einen langen Atem. Grundsteine dafür haben unter anderen jene Forscher gelegt, die am Baseler Institut für Immunologie vor mehr als 40 Jahren begannen, das Immunsystem im Detail zu analysieren.

Das Institut brachte mehrere Nobelpreisträger hervor. Ohne die Entdeckung etwa der Professoren Dr. Georges Köhler und Dr. César Milstein, wie sich monoklonale Antikörper in der Petrischale herstellen lassen, gäbe es solche Immunglobuline, die sich schon bald im Industriemaßstab herstellen ließen, für die Therapie nicht.

Und ohne die Erkenntnisse von Professor Susumu Tonegawa, der ebenfalls an dem von Roche 1968 gegründeten Forscherparadies gentechnisch und immunologischarbeitete, wüssten wir heute nicht, wieso das Immunsystem in der Lage ist, so viele verschiedene Antikörper zu produzieren - und wie sich das therapeutisch nutzen lässt.

Wie sich Krebs mit den Waffen des Immunsystems bekämpfen lassen könnte, davon hatte Professor Steven A. Rosenberg vom US-Nationalen Krebsinstitut in Bethesda bereits Anfang der 1990er-Jahre aufgrund seiner damals schon mehr als 20-jährigen Erfahrung eine Ahnung - und setzte alles daran, eine Immuntherapie gegen den am stärksten immunogenen Tumor, das Melanom, sowie gegen Nierenkrebs zu entwickeln...

Jetzt gleich lesen ... Jetzt gleich lesen ...

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Deutliche Geschlechterunterschiede

Typ-2-Diabetes verschlechtert Prognose von Männern mit frühem Melanom

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Lesetipps
Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie

Eine Roboterhand zeigt auf ein Stethoskop

© Slowlifetrader / stock.adobe.com / mit KI generiert

Künstliche Intelligenz

ChatGPT im Praxisalltag nutzen: Wieso diese Verlockung gefährlich ist