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Neue Ein-Monats-Spritze hält den Hb-Wert bei renaler Anämie stabil

FRANKFURT AM MAIN (ner). Für Patienten mit renaler Anämie wird es ab 17. September 2007 eine neue Arznei geben. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um ein verändertes Erythropoetin-Molekül. Das Präparat muss in der Erhaltungstherapie nur einmal monatlich intravenös oder subkutan gespritzt werden.

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Die pharmakologischen Eigenschaften des Medikamentes Mircera® ermöglichen eine stabile Einstellung des Hämoglobin-Wertes mit Zielwerten zwischen 11 und 12 g/dl, sagte der Nephrologe Professor Danilo Fliser von der Medizinischen Hochschule Hannover. Starke Fluktuationen des Hb-Wertes mit häufig notwendigen Dosisanpassungen sowie mit ungünstigen Auswirkungen wie erhöhtem Blutdruck oder verstärkten kardiovaskulären Risiken würden vermieden, so Fliser auf einer Veranstaltung von Roche Pharma in Frankfurt am Main.

In Zulassungsstudien erwies sich das neue Präparat, das in den Studien C.E.R.A. (Continious Erythropoietin Receptor Activator) genannt wurde, als mindestens ebenso effektiv wie verschiedene Erythropoetine. So erreichten etwa in der sechsmonatigen ARCTOS*-Studie mit 324 Niereninsuffizienz-Patienten 97,5 Prozent der Teilnehmer unter der neuen Arznei - einmal alle zwei Wochen verabreicht - den Hämoglobin-Zielwert. Mit Darbepoetin alfa (einmal wöchentlich verabreicht) waren es 96,3 Prozent. Doch hatte jeder dritte Patient in der Vergleichs-Gruppe in den ersten acht Wochen Hb-Werte deutlich über 13 g/dl, mit der neuen Arznei nur jeder zehnte.

Das neue Arzneimittel ist ein kontinuierlicher Aktivator von Erythropoetin-Rezeptoren. Aufgrund des Wirkmechanismus würden signifikant mehr Retikulozyten stimuliert als mit Epoetin beta, sagte Dr. Michael Jarsch vom Unternehmen. Das entspreche der natürlichen Erythropoese-Stimulation. Das Molekül bleibt lange erhalten und stimuliert so die Rezeptoren immer wieder.

*Administration of C.E.R.A. in CKD Patients to Treat Anaemia with a Twice Monthly Schedule

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