Direkt zum Inhaltsbereich

Koloskopie

Neue Studie lädt Verwandte ein

HALLE (eb). Bislang haben nur 18 bis 20 Prozent der Bundesbürger zwischen 55 und 75 Jahren am Vorsorge-Koloskopieprogramm teilgenommen.

Veröffentlicht:

Falls jedoch alle in dieser Altersgruppe das Angebot nutzen würden, könnte die Neuerkrankungsrate für Darmkrebs - aktuell 73.000 pro Jahr - um mehr als 80 Prozent sinken.

Um die Teilnahme zu verbessern, startet jetzt an der Uni Halle-Wittenberg die deutschlandweite "FAMKOL"-Studie, in der erstgradig Verwandte - Eltern, Geschwister, Kinder - von Patienten mit Darmkrebs zur Vorsorge-Koloskopie eingeladen werden.

Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Gesundheit mit rund 600.000 Euro für drei Jahre und steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung LebensBlicke.

Ziel von FAMKOL ist im Sinne des Ziels 2b des Nationalen Krebsplans die Verdopplung der Teilnahmerate auf etwa 50 Prozent durch nicht-ärztliche, motivierende Beratung. Damit sollen individuelle Barrieren abgebaut werden.

Neu ist, dass Einladung und Beratung nicht Ärzten obliegt, sondern Pflegekräften und Medizinischen Fachangestellten. Dazu entwickeln Forscher eine Schulung, die es den Beratern ermöglicht, auf die Sorgen dieser Verwandten ersten Grades einzugehen.

In der Studie soll geprüft werden, ob die Auswahl der Zielgruppe und das Gespräch mit nicht-ärztlichem Personal die Teilnahmerate und den präventiven Effekt erhöht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Registerauswertung aus neun Bundesländern

Mehr Darmkrebs-Neudiagnosen bei Jüngeren in Deutschland

Datenbankanalyse

Darmkrebs: Sechs Jahre ohne Rezidiv – dann ist man praktisch geheilt

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Lesetipps
Ein Blick in die aktuelle Isolationsstudie SOLIS100, die in Zusammenarbeit mit der ESA durchgeführt wird. Sechs Personen sind für 100 Tage in einem Raum isoliert ohne Kontakt nach außen bis auf terminierte Mission-Controll-Telefonate und 30 Minuten Kontakt zu Freunden und Familie pro Woche über Telefon/Videoanruf.

© DLR

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Dreidimensionale gerenderte Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens.

© PIC4U / stock.adobe.com

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt