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Neue Therapie-Option beim Myelom

MÜNCHEN (wst). Für Patienten mit fortgeschrittenem multiplem Myelom steht jetzt eine neue lebensverlängernde Option bereit: Das schon in einigen onkologischen Indikationen bewährte pegylierte liposomale Doxorubicin wurde im Dezember 2007 in Kombination mit Bortezomib auch zur Therapie von bereits behandelten Patienten mit progressivem multiplem Myelom zugelassen.

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Ausschlaggebend für diese Zulassung waren die Ergebnisse einer großen randomisierten internationalen Phase-III-Studie. An der Studie nahmen 646 Patienten mit rezidiviertem oder therapierefraktärem multiplem Myelom teil. Sie erhielten eine Monotherapie mit Bortezomib (n=322) oder die Kombination von Bortezomib plus pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD, Caelyx®, n=324). Dr. Martin Kropff von der Myelomambulanz der Universitätsklinik Münster hat die Daten auf einer Einführungspressekonferenz von Essex Pharma in München vorgestellt.

Die Therapie sollte bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten nicht tolerabler Unverträglichkeitsreaktionen fortgesetzt werden. Die Gesamtansprechrate lag bei 41 oder 44 Prozent - ein Unterschied, der nicht signifikant war. Dagegen war die Rate kompletter Remissionen und die Rate sehr guter partieller Remissionen mit 27 versus 19 Prozent unter der Kombinationstherapie signifikant höher als in der Vergleichsgruppe. Marker dafür war der Rückgang der Gammopathie um 100 oder mindestens 90 Prozent.

Entscheidender für die Patienten sei aber die in dieser Studie als primärer Endpunkt definierte Zeit bis zum erneuten Fortschreiten der Erkrankung (TTP, Time To Progression), betonte Kropff. Sie betrug im Mittel bei der Bortezomib-Monotherapie 6,5 und bei der neuen Kombinationstherapie 9,3 Monate. Dieser Unterschied war signifikant.

Nach einer medianen Beobachtungsdauer von 14 Monaten lebten in der Monotherapie-Gruppe noch 75 Prozent der Patienten, in der Kombinationsgruppe dagegen noch 82 Prozent.

STICHWORT

Therapie-Ansprechen

Bei Patienten mit multiplem Myelom bedeutet komplettes Ansprechen, dass das M-Protein - das ist monoklonales Immunglobulin - im Blut und im Urin nicht mehr nachweisbar ist. Bestätigt wird das durch den Immunfixationstest.

Partielles Therapie-Ansprechen heißt: Das M-Protein im Serum wird durch die Therapie um 50 Prozent verringert und im Urin um 90 Prozent. (ple)

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