Nicht jeder Knoten in der Schilddrüse macht krank

GRÜNWALD (sto). Bei der Palpation der Schilddrüse sind Knoten ab einer Größe von einem Zentimeter tastbar. Mit der Sonographie werden Knoten hingegen schon bei einer Größe von wenigen Millimetern gefunden. Das ist nach Ansicht von Dr. Diethard Sturm, Hausarzt in Hohenstein-Ernstthal, aber kein Grund für ein Sonographie-Screening.

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Auch wenn bei durchschnittlich jedem dritten Bundesbürger bei der Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse etwas Auffälliges gesehen wird, seien Betroffene deshalb noch lange nicht schilddrüsenkrank. Darauf wies Sturm bei den Grünwalder Gesprächen hin, die von Sanofi-Aventis (Henning) unterstützt wurden.

Klar sei aber, daß viele Patienten mit Schilddrüsenvergrößerungen medikamentös behandelt werden könnten und die Strumen oft rückbildungsfähig seien. So ließe sich eine Operation, die bei einer fortgeschrittenen Vergrößerung der Schilddrüse notwendig sein kann, vermeiden. Immerhin, so Sturm, haben etwa drei Prozent der Patienten nach einer Struma-Operation Komplikationen.

Eine vergrößerte Schilddrüse, die lange Zeit keine Symptome mache, sei aus Sicht der Patienten in der Regel ohne Bedeutung. Erst wenn die Beschwerden zunehmen, der Druck am Hals Angst auslöst oder der Atem kürzer wird, werde das Problem vom Patienten angesprochen, berichtete Sturm. Deshalb sollte bei der Ganzkörperuntersuchung die Palpation der Schilddrüse als einfache und kostengünstige Untersuchung zum Repertoire gehören.

Aber auch bei einer Zu- oder Abnahme des Körpergewichts, bei Nervosität, Schlaflosigkeit, innerer Un-ruhe, Appetitstörungen, Hitze oder Kältegefühl oder einer Fehlregulation des Blutdrucks sollte an die Schilddrüse gedacht werden, empfahl Sturm. Bei Verdacht auf Funktionsstörungen werde der Hausarzt in der Regel TSH bestimmen und weitere Untersuchungen Spezialisten überlassen.

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