Epilepsie

Niedriger IQ nach Valproat-Exposition im Mutterleib

Veröffentlicht:

WIESBADEN (mut). Dass eine Valproat-Therapie in der Schwangerschaft das Risiko von Fehlbildungen erhöht, ist bekannt. Eine Studie hat nun belegt, dass auch die Intelligenz der Kinder unter fetaler Valproat-Exposition leidet. Hatten epilepsiekranke Frauen während einer Schwangerschaft Valproat eingenommen, so lag später der IQ der Kinder im Schnitt bei 92, dagegen war er bei Müttern mit Carbamazepin, Lamotrigin oder Phenytoin normal, so Professor Bernhard Steinhoff vom Epilepsiezentrum Kork.

Eine signifikante Intelligenzminderung gab es nur bei Valproat-Dosen über 1500 mg pro Tag, unter 1000 mg/d sei das Risiko tolerabel, wenngleich Ärzte Valproat bei Frauen, die bald schwanger werden könnten, nur zurückhaltend anwenden sollten, so Steinhoff bei der Veranstaltung Neuro Update in Wiesbaden.

Mehr zum Thema

Medizintechnik

Individuelle Hirnstimulation für Epileptiker

Deutscher Schmerzkongress

Cannabis: Schmerzmediziner vermissen weiterhin Evidenz

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Corona-Impfung in einer kommunal organisierten Impfstelle im thüringischen Jena. Die Ärztekammer in Thüringen dringt auf eine generelle Impfpflicht, auch die BÄK hält dies angesichts der aktuellen Lage für geboten.

© Martin Schutt / dpa

BÄK-Brief an Merkel und Scholz

Ärzte drängen auf allgemeine Corona-Impfpflicht

Auch in Deutschland sollen bald Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen möglich sein.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Impfungen bei Unter-12-Jährigen

BVKJ-Chef Fischbach: „Kinder sollen jetzt den Blutzoll zahlen“

Mittlerweile bekannt: Die rote Schleife steht für Solidarität mit HIV-Patienten und soll Aufmerksamkeit für die Infektion schaffen.

© Betelgejze / stock.adobe.com

HIV/Aids

„Trauen wir uns ruhig, über Sex zu reden!“