Kommentar

Nimm zwei zur Blutdrucksenkung!

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:

Die Mehrzahl aller Hypertoniker benötigt für eine akzeptable Blutdruckeinstellung eine Kombination von mindestens zwei Antihypertensiva. Der Grund: Die physiologische Blutdruckregulation ist sehr komplex; wird ein Regelmechanismus durch eine antihypertensive Monotherapie blockiert, kann der Körper leicht durch Aktivierung anderer Mechanismen gegenregulatorisch reagieren. Eine Kombinationstherapie erschwert dies, was ihre höhere Wirksamkeit erklärt.

Derzeit steht die Kombitherapie in aller Regel am Ende eines oft zeitaufwendigen Procederes, das sequenzielle Stufentherapie heißt ("start low, go slow").

Diese Gangart ist aber möglicherweise für viele Hypertoniker zu langsam, wie etwa eine Daten der VALUE-Studie nahelegen. In dieser Studie hatten Patienten, die ihre Blutdruckzielwerte relativ rasch erreichten, eine bessere Prognose.

In den europäischen Leitlinien ist die Tür zur initialen Kombinationstherapie bei Bluthochdruck bereits einen Spalt geöffnet worden: Bei Hypertonikern mit hohem kardiovaskulären Risiko wird sie als sinnvoll erachtet. Als Folge der aktuellen ACCELERATE-Studie dürfte diese Empfehlung wohl auf ein breiteres Spektrum von Hypertonikern ausgeweitet werden.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Bluthochdruck: starke Argumente für Kombitherapie von Anfang an

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Knochen schematisch dargestellt

© crevis - stock.adobe.com

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen