Direkt zum Inhaltsbereich

Novo Nordisk betont Sicherheit seiner Insulinanaloga

MAINZ (eb). Zu der am Wochenende aufgekommenen Diskussion um ein mögliches Krebsrisiko bei der Therapie mit einem Insulin-Analogon (wir berichteten) hat das Unternehmen Novo Nordisk Stellung genommen.

Veröffentlicht:

Bestimmte Insulinanaloga haben eine chemische Struktur, durch die sie mit höherer Wahrscheinlichkeit an dem IGF-1-Rezeptor binden. Von IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) ist bekannt, dass er in die Förderung von Tumorwachstum involviert ist.

Das Unternehmen Novo Nordisk vermarktet drei Insulinanaloga: Insulindetemir (Levemir®), ein langwirksames Basalinsulinanalogon, Insulinaspart (NovoRapid®), ein kurzwirksames Insulinanalogon, sowie ein Mischanalogon mit biphasischem Insulinaspart (NovoMix®).

Um Spekulationen über die Sicherheit dieser Insulinanaloga zu vermeiden, betont das Unternehmen: In den vergangenen 20 Jahren wurden alle Analoginsuline des Unternehmens auf Bindungen am Rezeptor für IGF-1 bereits in der Frühphase der Entwicklung getestet und nur solche Substanzen, die ein ähnliches oder günstigeres Bindungsverhalten als Humaninsulin hatten, wurden in der Weiterentwicklung berücksichtigt.

Es gibt keine Hinweise auf Krebs.

Studien zur IGF-1-Rezeptorbindung und zum Zellwachstum zeigten, dass Insulinaspart sowohl in der schnell wirksamen, als auch in der Mischform in vitro ein Sicherheitsprofil habe, das identisch mit dem von Humaninsulin ist, wie das Unternehmen mitteilt.

Studien zur Rezeptorbindung hätten gezeigt, dass Insulindetemir im direkten Vergleich mit Humaninsulin eine gleiche oder sogar etwas geringere Affinität zum IGF-1-Rezeptor habe als Humaninsulin.

Alle auf dem Markt angebotenen Analoginsuline von Novo Nordisk wurden in vielen randomisierten, kontrollierten Studien und in Beobachtungsstudien untersucht und werden ständig auf sicherheitsrelevante Hinweise im Rahmen der Arzneimittelsicherheit beobachtet. Das Unternehmen habe dabei keine Hinweise auf Krebs feststellen können.

Lesen Sie dazu auch: Lantus®-Nutzer unnötig verunsichert

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Deutliche Geschlechterunterschiede

Typ-2-Diabetes verschlechtert Prognose von Männern mit frühem Melanom

Medikamentenstudie

Risiko für Ketoazidose steht oft nicht im Beipackzettel

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Lesetipps
Harnwegsinfekt bei einem Mann

© anut21ng Stock / stock.adobe.com

Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie

Neue Klassifikation von Harnwegsinfektionen räumt mit Missverständnissen auf

Ein Säugling liegt auf dem Rücken auf einem Bett. Die Hände der Mutter streichen sachte über den Bauch des Kindes.

© Aurora Aesthetics / Generated with AI / Stock.adobe.com

Funktionelle gastrointestinale Störungen

Säuglingskoliken: Wie viel Schreien ist normal?