Direkt zum Inhaltsbereich

Nur bei häufiger Anwendung hilft Physiotherapie

BERLIN (sko). Physikalische Maßnahmen können Schmerzen lindern - vorausgesetzt, sie werden häufig genug angewendet. Denn ob Massage, Krankengymnastik, Kälte- oder Wärmetherapie - unter zehn Anwendungen ist meist nur schwer ein Effekt zu beobachten.

Veröffentlicht:

Die Schmerztherapie mit physikalischen Reizen basiert auf der Hypothese, daß dadurch nervale Mechanismen ausgelöst, humorale Faktoren beeinflußt und psychologische Prozesse in Gang gebracht werden.

Doch ganz wichtig ist dabei die Häufigkeit der Anwendungen: "Erst wenn ich einen Reiz seriell anwende, habe ich eine adaptive Reaktion, die eine Regulierung bewirken kann", sagte Professor Christine Uhlemann aus Jena bei der zentralen Fortbildungsveranstaltung der Bundesärztekammer in Berlin.

Uhlemann betonte außerdem den Stellenwert des psychologischen As-pekts der Therapie: "Die psychologischen Effekte sind das Pfund, mit dem wir wuchern können." So zum Beispiel auch bei der Therapie mit tragbaren Geräten für die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), bei denen die Patienten das Gefühl haben, sie können selbst zu Hause etwas für ihre Genesung tun.

Die Schmerzspezialistin brach zudem eine Lanze für die Massage, die oft in den Wellnessbereich abgedrängt werde. "Die Massage ist eine vorteilhafte Methode, die wir unse-ren Patienten nicht vorenthalten dürfen." Mit Massage-Griffen könnten dezidiert und befundgerecht verschiedene Strukturen wie Bindegewebe oder Muskulatur positiv beeinflußt werden.

Mehr zum Thema

Schmerzen verhindern

Das sind die aktuellen medikamentösen Ansätze bei Endometriose

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Orthese selten nötig

Das ist bei Sprunggelenksverletzungen zu beachten

Künstliche Intelligenz

Ihre Schritte für den sicheren KI-Einsatz im Praxisalltag

Lesetipps
Eine Frau sitzt auf dem Bett und hält sich eine Wärmflasche auf den Bauch.

© Halfpoint / stock.adobe.com

Schmerzen verhindern

Das sind die aktuellen medikamentösen Ansätze bei Endometriose

Untersuchung des Rückens einer Patientin durch eine Rheumatologin.

© RFBSIP / stock.adobe.com

Wissenswertes für die Praxis

Das ist neu bei axialer Spondyloarthritis