Chirurgie

Organspenden - Herzchirurgen für mehr Aufklärung

HAMBURG (di). Deutschlands Herzchirurgen fordern eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Organspenden. Hintergrund: Die Zahl der Herztransplantationen ist rückläufig.

Veröffentlicht: 27.02.2006, 08:00 Uhr

"Wir müssen Menschen die Chancen von Organspenden nahe bringen und ihnen die Furcht davor nehmen", sagte Professor Arno Krian auf der 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) in Hamburg.

Er verwies auf die rückläufige Zahl von Herztransplantationen. 2005 gab es in Deutschland insgesamt 381 Eingriffe, 1998 waren es 526. Krian forderte, die Bürger mehr über das Thema zu informieren und auch in der Öffentlichkeit mehr für Organspenden zu werben.

Insgesamt blieb in Deutschland die Gesamtzahl der herzchirurgischen Eingriffe im vergangenen Jahr mit 98 500 nahezu konstant. Die Auswertung aus allen 79 herzchirurgischen Kliniken ergab, daß der Anteil älterer Patienten zunimmt.

Das Durchschnittsalter der Patienten bei Bypaß-Operation oder zum Aortenklappenersatz liegt bei 68 Jahren, bei Kombinationseingriffen über 72 Jahre. Über ein Drittel der Patienten sind älter als 70 Jahre, sechs Prozent älter als 80 Jahre.

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