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Paul-Ehrlich-Preis für Forschungen zu Telomerase

FRANKFURT/MAIN (dpa). Für die Entdeckung einer Art Jungbrunnen in biologischen Zellen sind die US-Biologinnen Dr. Elizabeth Blackburn und Dr. Carol Greider mit dem Paul- Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis 2009 geehrt worden.

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Sie erhielten die mit insgesamt 100 000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag in Frankfurt für die Erforschung der Telomerase, eines Enzyms, das für die Zellteilung und -alterung wichtig ist und auch bei der Krebsentstehung eine Rolle spielt.

Blackburn arbeitet an der Universität von Kalifornien in San Francisco, ihre frühere Doktorandin Greider an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. Beide Frauen entdeckten 1984 gemeinsam die Telomerase. Dieses Enzym wirkt der Zellalterung entgegen und kann das Tumorwachstum fördern. Der Stiftungsrat würdigte die Arbeit der Biologinnen als Meilenstein und Sensation.

Blackburn und Greider betonten in ihren Dankesreden in der Paulskirche die Bedeutung reiner Grundlagenforschung. Nun sei es eine neue Herausforderung, das Grundlagenwissen zum Nutzen des Menschen anzuwenden, sagte Blackburn.

Den mit 60 000 Euro dotierten Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Nachwuchspreis nahm Biologie-Professor Falk Nimmerjahn von der Universität Erlangen-Nürnberg entgegen. Er beschäftigt sich mit der Rolle des Immunsystems bei Krankheit und Therapie.

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