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Auszeichnung

Pharmakologe mit Robert Pfleger-Preis geehrt

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BAMBERG. Den mit 50.000 Euro dotierten Robert Pfleger-Forschungspreis erhält in diesem Jahr Professor Matthias Schwab, Leiter des Dr. Margarete Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie in Stuttgart und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Klinische Pharmakologie am Uniklinikum Tübingen.

 Schwab sei einer der weltweiten Vorreiter, wenn es um die Umsetzung der Pharmakogenomik in der klinischen Praxis geht, teilt die Doktor Robert Pfleger-Stiftung mit. Die Pharmakogenomik befasst sich mit dem Einfluss der genetischen Ausstattung von Patienten auf die Wirkung von Arzneimitteln.

Sie ermöglicht es, die Dosierung oder gar die Entscheidung für oder gegen bestimmte Präparate an den individuellen Bedarf eines Patienten anzupassen und auf Basis von Forschungserkenntnissen neue Arzneimittel zu entwickeln.

Die Leistung des Preisträgers für den medizinischen Fortschritt verdeutliche beispielhaft die Erfolgsgeschichte der individualisierten Therapie bei Behandlung von Kindern mit einer Leukämieerkrankung. Dank der Arbeit von Schwab werde bei leukämiekranken Kindern im deutschsprachigen Raum eine genetische Untersuchung, die sogenannte TPMT-Diagnostik, routinemäßig durchgeführt, um die Anwendung des Medikamentes 6-Mercaptopurin sicherer zu machen, so die Stiftung.

 Die Implementierung dieser molekularen Diagnostik in die klinische Routine ermögliche es, Patienten vor der Therapie hinsichtlich ihrer genetischen Ausstattung zu identifizieren und dementsprechend die Dosis von 6-Mercaptopurin anzupassen. (mal)

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