Direkt zum Inhaltsbereich

Plädoyer für Albumin-Check bei Risikogruppen

MÜNCHEN (wst). Eine Mikroalbuminurie ist bei Diabetikern und Hypertonikern bekanntlich einfach nachzuweisen. Dennoch wird dieser Indikator immer noch selten genutzt, um das renale und kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen.

Veröffentlicht:

Daran hat Professor Roland Schmieder vom Institut für Präventive Medizin am Universitätsklinikum Erlangen erinnert. Nach Daten neuer Untersuchungen zeige nicht erst eine pathologische Mikroalbuminurie von 20 bis 200 mg pro Liter ein erhöhtes kardiovaskuläres und renales Risiko an.

Vielmehr hätten bereits Patienten mit einer hochnormalen Albuminurie mit Werten zwischen 10 bis 20 mg/l eine erhöhte kardiovaskuläre und renale Komplikationsrate verknüpft.

Inzwischen sei auch belegt, daß bei Diabetikern die durch eine antihypertensive Therapie erreichte Verminderung der Albuminurie die Prognose verbessert. Dies gelte außerdem unabhängig von der erzielten Blutdrucksenkung, so Schmieder bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Sanofi-Aventis in München.

Es sei also zu hoffen, daß künftig sowohl in der Diagnostik als auch in der Verlaufskontrolle die genaue Bestimmung von Protein im Harn bei Patienten mit Diabetes oder Hypertonie an Stellenwert gewinnen wird.

Unter allen Antihypertensiva hätten AT1-Blocker wie Irbesartan (vom Unternehmen als Aprovel™ angeboten) bei Diabetikern und Hypertonikern einen besonders günstigen Effekt auf die Albuminurie gezeigt, sagte Schmieder unter Verweis auf etwa die IRMA-2-Studie.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

Gastbeitrag

Bedenken gegenüber Digitalen Gesundheitsanwendungen anscheinend berechtigt

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Die Krux bei Muskelverletzungen im Profifußball

Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht