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Premiere mit mobiler Herz-Lungen-Maschine

MAINZ (skh). Erstmals wurde an der Uniklinik Mainz ein Patient mit Lungenembolie mit einer neu entwickelten mobilen HerzLungen-Maschine versorgt. Das hat das Klinikum mitgeteilt.

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Die neue Herz-Lungen-Maschine trägt den Namen "Lifebridge".

Die neue Herz-Lungen-Maschine trägt den Namen "Lifebridge".

© Foto: Marcus Schlaf, Dt. Herzzentrum München

Mit dem Gerät wurde die Zeit zwischen Herz-Kreislaufstillstand und Operation überbrückt. Das als "Lifebridge" bezeichnete, hoch automatisierte System wird über die Femoralarterien des Patienten an den großen Kreislauf angeschlossen und stellt wie eine herkömmliche Herz-Lungen-Maschine Blutzirkulation und Oxigenierung sicher. Bisher waren Systeme zur extrakorporalen Zirkulation nur unter Operationsbedingungen anwendbar.

Bei Patienten, die wegen einer schweren Lungenembolie einen Herz-Kreislauf-Stillstand bekommen, ist der Effekt einer konventionellen Reanimation stark eingeschränkt: "Wegen der blockierten Lungengefäße kann das Blut kaum Sauerstoff aufnehmen", erklärt Professor Christian Friedrich Vahl, Herz-, Thorax- und Gefäßchirurg an der Uniklinik Mainz.

"In dieser Situation gewinnen wir mit der mobilen Herz-Lungen-Maschine wertvolle Zeit, die wir für Diagnostik und Op-Planung brauchen. Bei dem ersten damit behandelten Patienten gab es keine Alternative, deshalb haben wir uns zur Premiere mit dem neuen Gerät entschlossen", so Vahl. Die Implantation sei erfolgreich verlaufen. Mit dem laufenden Unterstützungssystem wurde der Patient stabilisiert. Anschließend wurde er erfolgreich operiert, zwei Wochen später ging es ihm klinisch gut.

Bereits Ende vergangenen Jahres wurde das von dem Unternehmen Lifebridge Medizintechnik entwickelte mobile Notfallsystem in München vorgestellt.

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