RA - auf die Klinik kommt es an

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WIESBADEN (hub). Für die Diagnose einer Rheumatoiden Arthritis (RA) sind die klinischen Symptome wegweisend, nicht die Laborergebnisse. Hausärzte sollten sich beim Verdacht auf RA vom Gelenkbefund leiten lassen.

"Immerhin 15 Prozent der Patienten mit gesicherter RA haben weder Rheumafaktoren noch Antikörper gegen zyklische citrullinierte Peptide (CCP)", sagte Dr. Martin Feuchtenberger vom Uniklinikum Würzburg beim Internisten-Kongress in Wiesbaden.

Ein RA-Verdacht besteht, wenn mehr als zwei Gelenke über sechs Wochen geschwollen sind. "Kommt Morgensteifigkeit von über einer Stunde und ein symmetrisches Verteilungsmuster der betroffenen Gelenke hinzu, steigt die Wahrscheinlichkeit einer RA-Frühform auf 50 Prozent", erläuterte Feuchtenberger.

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Prävention, bildgebende Verfahren, von den Leitlinien zur Therapie - das sind Schwerpunkte beim Internistenkongress in Wiesbaden. Aktuelle Berichte finden Sie hier »

Patienten mit solchen Symptomen sollten umgehend einen Spezialisten aufsuchen. Viele Rheumatologen haben dazu spezielle Früharthritis-Sprechstunden eingerichtet. "Denn nur ein früher Therapiestart ermöglicht eine Remission", sagte Feuchtenberger.

Rheumafaktoren und CCP-Antikörper zu bestimmen sei dennoch wichtig. Wenn diese Laborparameter positiv ausfallen, stützen sie die Verdachtsdiagnose. Außerdem haben sie einen prädiktiven Wert: "Sind beide Faktoren positiv, beträgt das Risiko, dass die RA innerhalb von zwei Jahren persistierend erosiv wird, fast 70 Prozent."

www.rheumanet.org hat Infos zu Früharthritis-Sprechstunden, auf "Praxis- und Klinikwegweiser" klicken!

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