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Radiatio plus Chemo nützt auch Älteren

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BERLIN. Beim kleinzelligen Bronchialkarzinom kann die Kombination aus einer Strahlen- und Chemotherapie den Tumor am besten zurückdrängen.

Die Auswertung eines US-amerikanischen Patientenregisters zeigt, dass die Kombination auch bei Patienten jenseits des 70. Lebensjahres häufig vorteilhaft ist (J Clin Oncol. 2015; 20; 33(36): 4240-6).

Das Register umfasst mehr als 8600 Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom im limitierten Stadium, die auch nach dem 70. Lebensjahr noch eine kombinierte Radiochemotherapie erhalten hatten.

Während diejenigen Patienten, die nur eine Chemotherapie erhalten hatten, nur noch neun Monate lebten, überlebten Patienten, die eine Radiochemotherapie bekamen, im Durchschnitt 15,6 Monate, teilt die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) mit.

Wenn Chemo- und thorakale Strahlentherapie gleichzeitig durchgeführt wurden, stieg die Überlebenszeit sogar auf 17 Monate. Nach einer kombinierten Radiochemotherapie waren 22 Prozent der Patienten noch nach drei Jahren am Leben, bei Verzicht auf eine Strahlentherapie waren es nur 6,3 Prozent, heißt es in der Mitteilung.

Die DEGRO rät wegen der mit der Behandlung verbundenen Risiken allerdings zu einer genauen Auswahl der Patienten.

Die kombinierte Radiochemotherapie könnte für die Mehrzahl der über 70-jährigen Patienten infrage kommen. In der US-Studie waren es 56 Prozent aller Patienten.

"Die Behandlung ist jedoch nicht für alle Patienten geeignet", wird Professor Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim, in der Mitteilung zitiert: "Bei mehreren Begleiterkrankungen, einem fortgeschrittenen Stadium und vor allem bei einem schlechten Allgemeinzustand raten wir von einer intensivierten Behandlung ab."

In der letzten Lebensphase, in der sich die Patienten befinden, zähle nicht allein die Zahl der zusätzlichen Lebensmonate. Ziel sei die Verbesserung der Lebensqualität. (eb)

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