Suchtkrankheiten

Raucher-Beratung fördert Abstinenz bei jungen Müttern

Veröffentlicht: 02.02.2006, 08:00 Uhr

GREIFSWALD (dpa). Junge Mütter greifen seltener wieder zur Zigarette, wenn sie während der Schwangerschaft und nach der Geburt beraten werden. Das ergab eine Studie von Sozialmedizinern mit 2000 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern, teilt die Universität Greifswald mit.

Bei Frauen, die während der Schwangerschaft dem Rauchen entsagten und ein Gesprächsangebot mit psychologisch und sozialmedizinisch geschulten Fachkräften nutzten, wurde nur jede fünfte wieder rückfällig. In der Gruppe ohne Beratung griff sechs Monate nach der Entbindung etwa ein Drittel der Ex-Raucherinnen wieder zur Zigarette.

Zu Beginn der Schwangerschaft hätten 41 Prozent der Frauen geraucht, so die Universität. Etwa zwei Drittel seien in der Schwangerschaft abstinent geworden. Als Gründe für einen Rückfall gaben junge Mütter Gewichtszunahme, einen rauchenden Partner und Stress an.

Mehr zum Thema

Positionspapier zum Rauchstopp

Wissenschaftler brechen Lanze für E-Dampf

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Die EU geht davon aus, dass im Frühjahr zumindest Impfstoff für Risikogruppen und Gesundheitspersonal zur Verfügung stehen könnte.

EU verbreitet Optimismus

Ist der Corona-Impfstoff bald da?

Pflegekräfte versorgen einen Patienten auf der Intensivstation im Operativen Zentrum II des Universitätsklinikums Essen.

COVID-19-Versorgung

Intensivstationen: Das Personal ist der Flaschenhals

Blutgefäß mit Erythrozyten und Sauerstoff-Molekülen: Bei einem kardiogenen Schock kommt es zu einer Schädigung von Endothelzellen, die die innere Gefäßwand auskleiden. Das daraus resultierende „vascular leakage“, also die erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße, führt dazu, dass das Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Ein neuer molekularer Antikörper soll jetzt die pathophysiologische Kaskade durchbrechen.

Sterberisiko senken

Neuer Therapie-Ansatz bei kardiogenem Schock