Ebola

Russischer Impfstoff-Test in Guinea

In Guinea soll ein neuentwickelter russischer Ebola-Impfstoff an 2000 Probanden getestet werden.

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MOSKAU / FREETOWN. Zwei neuentwickelte russische Ebola-Impfstoffe sollen in Guinea in Westafrika bei einer Feldstudie mit 2000 Teilnehmern getestet werden.

Das kündigte Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa in Moskau an. Außerdem hätten russische Forscher ein Medikament gegen das hämorrhagische Fieber entwickelt. Es stehe in Russland kurz vor der Zulassung, so Skworzowa.

Die Entdeckung der Impfstoffe hatte Präsident Wladimir Putin Mitte Januar verkündet. Westliche Forscher sahen den angeblichen Durchbruch skeptisch. Während der Ebola-Epidemie in Westafrika 2014/15 mit 11.300 Toten halfen russische Ärzte vor allem in Guinea, einem traditionellen Verbündeten Russlands.

Am Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau wurden in kürzester Zeit die Impfstoffe entwickelt. Sie seien an 84 Freiwilligen aus der russischen Armee erfolgreich getestet worden, sagte Institutschef Alexander Ginzburg.

Im Katastrophengebiet selbst ist bislang nur ein kanadischer Impfstoff erprobt worden. Durch die Feldstudie in Guinea könnten die russischen Präparate in dem Wettlauf möglicherweise gleichziehen. Guinea ist seit dem 29. Dezember ebolafrei.

Zum dritten Mal für ebolafrei erklärt worden ist derweil Sierra Leone. In dem Land hat es 42 Tage lang - die doppelte Zeitspanne des maximalen Inkubationszeitraums - keine neuen Fälle gegeben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Hauptstadt Freetown mitteilte.

Sierra Leone war erstmals am 7. November und nach einem Rückschlag zum zweiten Mal am 14. Januar für frei von dem Virus erklärt worden.

Doch weniger als 24 Stunden später teilte das Gesundheitsministerium im Januar den Todesfall einer 22-Jährigen in der Stadt Magburaka im Zentrum des Landes mit.

Wenige Tage darauf wurde Ebola bei der Tante des Opfers, die sich in Quarantäne befand, diagnostiziert. Die 38-Jährige wurde nach den Angaben der WHO vor 42 Tagen zum zweiten Mal negativ auf Ebola getestet. (dpa)

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