Direkt zum Inhaltsbereich

Scheidenkrebs durch infizierte Zervixzellen

HEIDELBERG (eb.) Bösartige Tumoren der Scheide können ihren Ursprung in Krebszellen des Gebärmutterhalses nehmen. Forscher am Uniklinikum Heidelberg haben Gemeinsamkeiten im Erbgut von Vaginal-Tumorzellen und Papillomaviren entdeckt.

Veröffentlicht:

Die Forscher der Abteilung für Angewandte Tumorbiologie haben belegt, daß Zellen aus Vaginaltumoren dieselbe Erbsubstanz eines krebserregenden Humanen Papillom-Virus (HPV) enthalten können wie die Zellen des Gebärmutterhalskrebses ("Journal of the National Cancer Institute", Ausgabe vom 10. Januar).

Das Ergebnis unterstreiche, wie wichtig die Krebsnachsorge bei Patientinnen ist, die bereits wegen eines Gebärmutterhalskrebses oder Vorstufen behandelt worden sind, betonen die Forscher. HPV ist ein anerkannter Risikofaktor für beide Krebsformen.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 7000 Patientinnen an einem Zervixkarzinom. Eine HPV-Infektion vervielfacht das Risiko, an diesem bösartigen Tumor zu erkranken. Scheidenkrebs ist dagegen wesentlich seltener (Inzidenz: 0,4 von 100.000 pro Jahr). Unklar war bisher, ob Scheidenkrebs durch eine neue Infektion von Zellen der Scheide mit Papillomaviren hervorgerufen wird. Oder ob er sich aus zuvor infizierten Zellen des Gebärmutterhalses, die sich unbemerkt ausgebreitet haben, entwickelt.

Die Forscher konnten nachweisen, daß Scheidenkrebs häufig aus verstreuten Zellen des Gebärmutterhalses, die zuvor mit HPV-infiziert wurden, entsteht. Frauen, die wegen eines Zervixkarzinoms oder einer Vorstufe behandelt wurden, sollten engmaschig betreut werden, bis die Abstriche wiederholt ohne Befund sind, so die Forscher.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo VasioCore

© InMediq

inmediQ

VasioCore: Patientenspezifischer Cardiovascular Twin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Lilly

Lilly

Adipositassprechstunde systematisch umsetzen

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Strukturierter Ablauf der CAR-T-Zelltherapie, in sektorübergreifender Zusammenarbeit zwischen Zentrum und zuweisender Praxis

© Janssen-Cilag

CAR-T-Zelltherapie mit Cilta-cel

Frühzeitige Zuweisung und strukturierte Patientensteuerung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Spurenelemente

Zink und Testosteron: Wann ist eine Substitution sinnvoll?

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist