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Schizophrenie: Früher Therapieerfolg entscheidend

BERLIN (ugr). Mit Olanzapin lassen sich Schizophrenie-Patienten besonders gut stabilisieren. In einer Anwendungsbeobachtung mit über 11 000 Patienten war die Rückfallrate mit diesem Mittel geringer als mit anderen atypischen Neuroleptika. Demnächst soll es auch eine Depotformulierung des Medikamentes geben.

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Untersuchungen wie die SOHO×-Anwendungsbeobachtung belegen, dass Patienten länger bei einer Therapie bleiben, wenn diese dauerhaft wirksam und gut verträglich ist. Das hat Professor Dieter Naber aus Hamburg bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin berichtet.

In der Studie haben etwa 11 000 Patienten drei Jahre lang unter Praxisbedingungen die Effektivität und Verträglichkeit verschiedener Anti-psychotika getestet. Ein wesentliches Ergebnis: Das subjektive Wohlbefinden der Patienten besserte sich mit atypischen Neuroleptika stärker als mit Neuroleptika und erhöhte die Wahrscheinlichkeit für eine komplette Remission um den Faktor 2,6.

Bei etwa zwei Drittel der Patienten kam es innerhalb von 36 Monaten zu einer symptomatischen Remission. Die höchste Rate wurde bei Olanzapin (Zyprexa®) beobachtet. Mit 36 Prozent lag auch die Rückfallrate mit Olanzapin deutlich unter der mit Risperidon (42 Prozent), mit Amisulprid (50 Prozent) und mit Quetiapin (66 Prozent).

Wichtig für den Langzeitverlauf ist ein früher Wirkbeginn der Medikation. "Es wird zunehmend deutlich, dass eine Remission umso wahrscheinlicher ist, je früher es zu einer Reduktion der Symptome sowie zu einer besseren Funktionalität und Lebensqualität kommt", sagte Naber auf einer Veranstaltung des Unternehmens Lilly. Wenn die Therapie in den ersten drei Monaten nicht zu einer deutlichen Besserung führe, bestehe kaum noch eine Chance auf Vollremission. Eine Medikation müsse bereits nach zwei bis drei Wochen subjektive Linderung bringen, ansonsten sei ein Wechsel angezeigt. Naber: "Sechs Wochen bis zu einem möglichen Wirkeintritt sollte man nicht mehr abwarten."

Die Therapietreue verbessern könnte nach Angaben Nabers eine Depotformulierung in Form einer Spritze, die alle zwei bis vier Wochen verabreicht werde. Das befreit die Patienten von der häufig als problematisch empfundenen täglichen Medikamenteneinnahme. Aus medizinischer Sicht erreiche man einen stabileren Plasmaspiegel und vermeide einen First-Pass-Effekt. Nach Herstellerangaben kommt Olanzapin wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2008 als Depotformulierung in Deutschland auf den Markt.

×SOHO: Schizophrenia Outpatient Health Outcomes

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