KOMMENTAR

Schwierig, aber gut gemacht

Von Ursula Gräfen Veröffentlicht: 30.03.2006, 08:00 Uhr

Südafrika, Namibia, Botswana - die Länder im Süden Afrikas sind beliebte Reiseziele von deutschen Touristen. Doch gerade für diese Länder ist die Malaria-Beratung schwierig. Je nach Reiseart, Reisezeit und Reisegebiet sollte überlegt werden, ob man eine Chemoprophylaxe empfiehlt oder nur zu gutem Schutz vor den Anopheles-Stechmücken rät und dazu ein Stand-by-Medikament mitgibt.

Zusätzlich gilt es natürlich, den Reisenden, die keine Chemoprophylaxe machen, ein gutes Risikobewußtsein und eine adäquate Compliance zu vermitteln. Man sollte den Touristen klar machen, daß sie immer sofort an Malaria denken müssen, wenn sie Fieber bekommen, und dann einen Arzt aufsuchen.

Die meisten Reisemediziner scheinen das auch genau so zu machen. Denn seit Jahren geht in Deutschland die Inzidenz der Malaria zurück: Die Zahl der Neu-Infektionen war 2004 so niedrig wie seit zwölf Jahren nicht mehr, teilte das Robert-Koch-Institut im vergangenen Jahr mit. Deutsche Touristen gehen also besser mit dem Malaria-Risiko um als früher. Das heißt: Die reisemedizinischen Berater machen einen richtig guten Job.

Lesen Sie dazu auch: Faustregel erleichtert die Malaria-Beratung

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