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Spontanremission - Wunder bei Krebs

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Ein bösartiger Tumor, der von selbst verschwindet, oder ein ungewöhnlich günstiger Verlauf bei einer malignen Erkrankung - da spricht man gern von einem medizinischen Wunder. Tatsächlich sind solche Spontanremissionen ein sehr seltenes, aber durchaus reales Phänomen, wie der Onkologe Dr. Herbert Kappauf aus eigener Erfahrung bestätigt.

In seinem Buch: "Wunder sind möglich" beschreibt Kappauf, langjähriger Mitarbeiter des kürzlich gestorbenen Professor Walter Gallmeier an der Nürnberger Medizinischen Klinik und heute niedergelassener Onkologe, unter anderem, was Spontanremissionen genau bedeuten, wie man sie von Therapie-Erfolgen abgrenzen kann, wie häufig und bei welchen Krebsarten sie vorkommen und welche Mechanismen dabei von Bedeutung sein könnten.

Interessant ist auch, wie sich das Thema Spontanremission in der Medizingeschichte entwickelt hat. Das Kapitel zu "Psychologischen Untersuchungen" verdeutlicht einmal mehr, wie verschieden Patienten sind, bei denen Spontanremissionen vorkommen.

Dennoch, so Kappauf: Es gibt gute Tips, was Krebskranke für sich tun können, um mit der Erkrankung besser zurecht zu kommen. Diese Tips werden im letzten Kapitel dargestellt.

Ein Buch, das Hoffnung vermittelt und Mut macht, ohne je unrealistisch zu sein, urteilt die Deutsche Krebshilfe, die das Buch empfiehlt. Diesem Urteil kann man sich ohne Umschweife anschließen. (run)

Herbert Kappauf: Wunder sind möglich. Herder Verlag, Freiburg 2003, 192 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3-451-28108-2

Lesen Sie dazu auch: Die Chance, daß ein Tumor plötzlich verschwindet, liegt bei einigen Krebsarten durchaus im Prozentbereich

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