Direkt zum Inhaltsbereich

Sportmediziner sehen Ansehen ihrer Disziplin stark beschädigt

FRANKFURT AM MAIN (Smi). Der Skandal um die Beteiligung Freiburger Universitätsmediziner am systematischen Doping von Sportlern hat nach Ansicht führender deutscher Sportärzte das Ansehen ihrer Disziplin stark beschädigt. Um weiteren Schaden abzuwenden, fordern sie eine Aufklärung der Vorfälle.

Veröffentlicht:

"Durch die Ereignisse gerät in der Öffentlichkeit die Tatsache in den Hintergrund, dass sich 99 Prozent der 10 000 Sportärzte in Deutschland damit beschäftigen, wie Bewegung und Sport bei der Prävention von Zivilisationserkrankungen eingesetzt werden können", ärgert sich Professor Winfried Banzer, Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Uni Frankfurt am Main sowie Sport- und Gesundheitsbeauftragter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Er plädiert für mehr Transparenz bei der Betreuung von Spitzensportlern.

"Ich denke dabei etwa an ein Rotationsverfahren, bei dem alle zwei bis vier Jahre einer der beiden betreuenden Ärzte ausgetauscht wird. So bleibt das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Athlet gewahrt, aber die Gefahr der Abhängigkeit und der Klüngelei könnte damit reduziert werden."

Der DOSB wird jetzt von allen Ärzten, Physiotherapeuten und Trainern des deutschen Teams, das zu den Olympischen Spielen nach Peking reist, eine strafbewehrte Erklärung einfordern, nach der sie nie in Dopingvorgänge verwickelt waren.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: "Dass einzelne Ärzte Doping systematisch betrieben haben, das ist einfach schockierend!"

Mehr zum Thema

Orthese selten nötig

Das ist bei Sprunggelenksverletzungen zu beachten

Herzstillstand durch Dauerlauf

Wie gefährlich sind Marathons fürs Herz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Lesetipps
Die erwachsene Tochter zeigt ihrer älteren Mutter, wie man Healthtech-Geräte wie eine Smartwatch mit mobiler App nutzt, um zu Hause Gesundheit, Herzfrequenz und Blutdruck zu überwachen.

© CandyRetriever / stock.adobe.com

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?