Dauerhaft wappnen

Städtetag: Impfkapazitäten „nicht wieder vorschnell aufgeben“

Städtetagspräsident Markus Lewe fordert, aus den Fehlern der ersten beiden Pandemiejahre Lehren für die nächste Welle zu ziehen. Dazu gehöre, ausreichend Corona-Impfstoffreserven anzulegen.

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Wir erwarten, dass Bund und Länder die Impfstoffversorgung sicherstellen und die Reservelager für die nächste Welle füllen: Städtetagspräsident Markus Lewe.

Wir erwarten, dass Bund und Länder die Impfstoffversorgung sicherstellen und die Reservelager für die nächste Welle füllen: Städtetagspräsident Markus Lewe.

© Caroline Seidel/picture alliance/dpa

Berlin. Der Deutsche Städtetag hat Bund und Länder aufgefordert, ausreichend Corona-Impfstoffreserven anzulegen und dauerhaft Impfkapazitäten in den Städten zu gewährleisten. „Die Menschen werden auch im neuen Jahr 2022 Auffrischungsimpfungen benötigen, davon gehen wir fest aus. Einen Mangel an Impfstoff und fehlende Impfkapazitäten darf es im dritten Corona-Jahr aber nicht mehr geben“, sagte Präsident Markus Lewe den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Wir erwarten, dass Bund und Länder die Impfstoffversorgung sicherstellen und die Reservelager für die nächste Welle füllen“, so der CDU-Politiker, der Oberbürgermeister von Münster ist.

Für weitere Pandemiefälle wappnen

Im neuen Jahr gehe es auch darum, sich dauerhaft für Pandemiefälle zu wappnen. Bund und Länder sollten deshalb die Impfkapazitäten in den Städten „nicht wieder vorschnell aufgeben, sondern für weitere Impfwellen auf Dauer vorhalten“. „Wie viele Impfkapazitäten dafür notwendig sind, sollte aus den Erfahrungen dieses Winters gelernt werden“, sagte Lewe. „Denn wir erleben gerade, dass die niedergelassenen Ärzte den Ansturm nicht allein schaffen, wenn sehr viele Menschen in kurzer Zeit eine Auffrischungsimpfung brauchen.“

Die beim Start der Impfkampagne vor rund einem Jahr eingerichteten regionalen Impfzentren waren im Sommer vielerorts zurückgefahren oder geschlossen worden. (dpa)

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