Direkt zum Inhaltsbereich

Statine nutzen auch im höheren Lebensalter

MONTREAL (ob). Zweifel am Nutzen einer Cholesterinsenkung im höheren Lebensalter werden durch eine neue Metaanalyse ausgeräumt. Danach profitieren KHK-Patienten im Alter über 65 Jahre sogar in besonderem Maße von der Therapie mit Statinen.

Veröffentlicht:

Basierend auf gepoolten Daten aus neun Studien mit 19 569 Teilnehmern im Alter zwischen 65 und 82 Jahren kommt diese Metaanalyse zu dem Ergebnis, dass die Gesamtsterberate innerhalb von fünf Jahren in dieser Altersgruppe durch Statin-Therapie signifikant um 22 Prozent niedriger war. Die Rate für die Gesamtmortalität sank von 18,7 Prozent (Placebo) auf 15,6 Prozent. Die KHK-bedingte Sterberate war nach Analysen einer Gruppe um Dr. Jonathan Afilalo aus Montreal signifikant um 30 Prozent geringer (JACC 51, 2008, 37).

Die Inzidenz von nichttödlichen Myokardinfarkten wurde um 26 Prozent und die Zahl der Revaskularisationen um 30 Prozent verringert. Auch bei den Schlaganfällen war als Erfolg der Behandlung mit Statinen bei über 65-jährigen KHK-Patienten eine signifikante Reduktion um 25 Prozent zu verzeichnen.

Für die Studienautoren ist der Nutzen der Lipidsenkung in dieser Altersklasse größer als erwartet. Den absoluten Nutzen kennzeichnen sie auf Basis ihrer Daten so: Erhalten 28 ältere KHK-Patienten fünf Jahre lang eine Statin-Behandlung, bewahrt dies einen von ihnen in dieser Zeit vor dem Tod.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Koronare Herzkrankheit

Was es bringt, bei KHK routinemäßig auf Niereninsuffizienz zu screenen

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Digitalisierung

ePA: gematik schaltet im Juli neue Funktionen frei

Praxis wird zum Testfeld

KV Nordrhein erprobt KI-Tools in Kölner Hausarztpraxis

Lesetipps
Ein Arzt schaut sich ein EGK an.

© Evgeniy Kalinovskiy / stock.adob

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?