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Plastische Chirurgie

Studie erforscht das perfekte Lächeln

Manch einer grinst übers ganze Gesicht, ein anderer verzieht nur leicht die Mundwinkel nach oben. Fest steht: Es gibt viele Arten, zu lächeln. Was beim Gegenüber am besten ankommt, belegt eine neue Studie. Die Erkenntnisse haben auch Bedeutung für die plastisch-rekonstruktive Chirurgie.

Von Anja Garms Veröffentlicht:
Für eine Studie sollten Personen die Echtheit und Sympathie von lächelnden Gesichtern einschätzen.

Für eine Studie sollten Personen die Echtheit und Sympathie von lächelnden Gesichtern einschätzen.

© puhhha - stock.adobe.com

MINNEAPOLIS. Das eine perfekte Lächeln gibt es nicht. Ein angenehmes und echtes Lächeln kann auf verschiedene Weise erzeugt werden, berichten US-amerikanische Forscher im Fachblatt "Plos One". Von wesentlicher Bedeutung dabei sind die Stellung der Mundwinkel, die Breite des Lächelns und wie stark die Zähne zu sehen sind. Wichtig seien diese Erkenntnisse vor allem für Ärzte, die etwa über plastische Eingriffe versuchten, Menschen zu helfen, die wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr lächeln können.

Die Fähigkeit, emotionale Zustände über den Gesichtsausdruck zu vermitteln, sei ein fundamentaler Aspekt sozialer Interaktionen und nonverbaler Kommunikation, schreiben die Forscher um Nathaniel Helwig von der US-amerikanischen University of Minnesota.

Neigung zu Depressionen

So schütze es etwa vor Gefahr, wenn man ein wütendes oder vertrauenswürdiges Gesicht richtig interpretieren kann. Lächeln sei vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig. Studien hätten belegt, dass Menschen, die nicht richtig lächeln können, zu Depressionen neigen.

Um nun zu untersuchen, wie ein Lächeln von einem Gegenüber wahrgenommen wird, ließen die Forscher mehr als 800 Personen 3D-Animationen von lächelnden Gesichtern bewerten, also Gesichter, deren Mund sich dynamisch zu einem Lächeln verzog. Die Probanden sollten angeben, was das Gesicht ausdrückte und wie echt, gelungen und angenehm sie das Lächeln empfanden. Mit den Antworten errechneten die Wissenschaftler, was ein gelungenes Lächeln ausmacht.

Die Auswertung ergab, dass weniger im Bezug auf Lächeln häufiger mehr ist: Ein von einem Ohr zum andern reichendes Lächeln wurde also nicht zwangsläufig als besonders angenehm und echt empfunden. Andersherum wirkte ein verhaltenes Lächeln nicht unbedingt falsch oder unangenehm.

Die Forscher stellten fest, dass besonders die Kombination von drei Merkmalen für ein gelungenes Lächeln stimmig sein muss: Wie stark die Mundwinkel nach oben gezogen sind, wie weit die Mundwinkel auseinander liegen und vor allem wie stark die Zähne sichtbar sind.

Auf die Zähne kommt es an

Bei einem eher schmalen Lächeln stören stark sichtbare Zähne. Bei einem breiteren Grinsen können sie es angenehmer machen. Erkenntnisse wie dieses müssten in der plastischen Chirurgie künftig stärker berücksichtigt werden, so die Forscher.

Außer diesen Faktoren bewerteten die Probanden ein leicht asymmetrisches Lächeln als besonders gelungen, also wenn sich linker und rechter Mundwinkel mit einer winzigen Verzögerung – weniger als 125 Millisekunden – nach oben zogen. (dpa)

3 Merkmale

müssen der Studie zufolge für ein gelungenes Lächeln stimmig sein:

» Wie stark die Mundwinkel nach oben gezogen sind,

» wie weit die Mundwinkel auseinander liegen und

» vor allem wie stark die Zähne sichtbar sind.

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