Direkt zum Inhaltsbereich

Therapie mit Sartan punktet beim Schutz der Nieren

MÜNCHEN (sto). Bei Patienten mit Nierenschädigung ist nicht nur eine konsequente Senkung des Blutdrucks wichtig. Auch die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) hat eine große Bedeutung, wenn es darum geht, eine Progression der Nierenschädigung zu vermindern.

Veröffentlicht:

Das gelte insbesondere für Patienten bei denen die Nierenschädigung Folge eines Diabetes mellitus oder von Hypertonie ist, sagte Professor Danilo Fliser von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beim 38. Kongress der Gesellschaft für Nephrologie in München. Bei nierenkranken Patienten haben AT1-Rezeptorantagonisten wie Olmesartan (von Berlin-Chemie als Votum®/Votum plus® angeboten) einen protektiven Effekt für die Niere, sagte Fliser bei einem Satellitensymposium des Unternehmens.

Aus diesem Grund werden AT1-Rezeptorblocker heute als Standardantihypertensiva bei nephropathischen Patienten eingesetzt. Bei Patienten mit Nierenschädigung und bei Diabetikern mit Nephropathie müsse der Blutdruck konsequent auf unter 130/80 mmHg gesenkt werden, unterstrich Fliser. Das werde in aller Regel aber nur durch eine antihypertensive Kombinationstherapie erreicht, die sinnvollerweise immer auch eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems einschließen sollte.

In Studien mit Diabetikern, die eine Mikroalbuminurie oder bereits eine manifeste Nephropathie hatten, haben Sartane auch nephroprotektive Effekte gezeigt, die über den Schutz durch die Blutdrucksenkung hinausgehen, berichtete Fliser. So sei für Olmesartan in experimentellen Studien eine dosisabhängige Reduktion der Eiweißausscheidung und eine Verzögerung der funktionellen und morphologischen Nierenschädigung nachgewiesen worden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Lesetipps
Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose