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Thrombinhemmer hat niedriges Blutungsrisiko

MANNHEIM (grue). Eine Antikoagulation mit dem direkten Thrombinhemmer Bivalirudin ist bei perkutaner Koronarintervention (PCI) so effektiv wie optimierte Standardtherapie. Die neue Therapie hat aber ein geringeres Blutungsrisiko.

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"Bivalirudin gehört zu den besten Substanzen für ein modernes Gerinnungsmanagement bei PCI", sagte Professor Harald Darius aus Berlin bei einer Veranstaltung des Unternehmens Nycomed in Mannheim. Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) brauchen rund um die Reperfusion eine antithrombotische Begleittherapie, die nach Darius Vorstellungen möglichst einfach sein soll: Mit einer als Bolus applizierbaren Substanz, die rasch an- und abflutet und die kein Gerinnungsmonitoring erfordert.

Dabei habe Bivalirudin (Angiox) im Vergleich zu Heparinen (unfraktioniert oder niedermolekular) einige Vorteile. Außerdem sei es einfach in der Dosierung, habe eine kurze Infusionszeit und erlaube eine schnelle Entfernung des arteriellen Schleusensystems. Entscheidend sei aber die Wirksamkeit und Sicherheit der gewählten Substanz, so Darius.

In der REPLACE-2-Studie ist belegt worden, dass mit Bivalirudin die Rate ischämischer Komplikationen ebenso stark vermindert ist, wie mit unfraktioniertem Heparin (UFH) plus GPIIb/IIIa-Hemmer. Es gab aber nur halb so oft schwere Blutungen.

In der weiteren Studie habe sich dies bestätigt, so Darius. An dieser Studie haben ACS-Patienten mit erhöhtem Komplikationsrisiko teilgenommen, die zu ASS, bedarfsgerechtem Clopidogrel und GPIIb/IIIa-Hemmern entweder UFH, Enoxaparin oder Bivalirudin erhielten. Auch hier waren bei ähnlicher kardialer Risikosenkung in der Bivalirudin-Gruppe die wenigsten Blutungen während 30 Tagen aufgetreten.

Die niedrigste Blutungsrate hatten Patienten, bei denen Bivalirudin gegen den GP-IIb/IIIa-Hemmer ausgetauscht worden war, so Darius. "Die jetzt vorgelegten Ein-Jahres-Ergebnisse dieser Studie haben gezeigt, dass ein niedriges Blutungsrisiko in den ersten 30 Tagen die langfristige Prognose verbessert". Die Ein-Jahres-Sterberate betrug dann nur drei Prozent. Bei Patienten, bei denen anfänglich schwere Blutungen aufgetreten waren, waren es dagegen 29 Prozent.

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