Lehren ziehen

Thüringen: Untersuchungsausschuss soll Corona-Pandemie aufarbeiten

Im neuen Thüringer Landtag soll ein Untersuchungsausschuss die Politik in der Corona-Pandemie aufarbeiten. Das BSW bringt das Gremium zusammen mit vier CDU-Abgeordneten ein.

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Erfurt. Mit einem Untersuchungsausschuss im Landtag will die Thüringer BSW-Fraktion die Corona-Pandemie aufarbeiten. Man wolle aus den Fehlern lernen und sich für künftige Pandemien besser rüsten, sagte BSW-Chefin Katja Wolf bei der Vorstellung eines entsprechenden Antrags. Der Antrag wurde von den 15 BSW-Abgeordneten und vier CDU-Parlamentariern eingebracht - von CDU-Fraktionschef Mario Voigt, dem parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Andreas Bühl, und den Abgeordneten Beate Meißner und Marcus Malsch.

Mit der Corona-Pandemie sei ein Riss durch die Gesellschaft gegangen, sagte Wolf. „Wir haben uns natürlich gesellschaftlich an vielen versündigt“, sagte sie. Als Beispiele nannte sie Kinder und Jugendliche, die teils noch heute die Auswirkungen spürten, aber auch Ältere, die teils in Krankenhäusern ohne Besuch lagen.

Man wolle aber auch dazu beitragen, den gesellschaftlichen Frieden wiederherzustellen und das Gefühl vermitteln, dass es gerecht zugehe. Auch die AfD hatte immer wieder einen Untersuchungsausschuss zu dem Thema gefordert. Wolf sagte, es habe keinen Kontakt zur AfD-Fraktion dazu gegeben, aber beim BSW den Ehrgeiz, damit schneller zu sein. „Wir dürfen das Thema nicht allein der AfD überlassen“, sagte sie. (dpa)

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