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Tipps zu Reflux-Therapie bei Rheuma

Veröffentlicht: 22.10.2008, 05:00 Uhr

Da nahezu alle rheumatischen und klinisch-immunologischen Erkrankungen Systemerkrankungen sind, kommt es im Verlauf bei den meisten Patienten zu Problemen im Gastrointestinaltrakt. Außer akuten Symptomen wie Blutungen bei intestinalen Vaskulitiden, bakterieller Besiedelung bei M. Whipple oder der Komorbidität Spondyloarthropathien und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind vor allem die direkte Organbeteiligung, etwa bei der systemischen Sklerose oder unerwünschte Wirkungen von Medikamenten, im Klinik- und Praxisalltag von Bedeutung.

Häufig sind unter anderen Störungen der gastrointestinalen Motilität oder abdominelle Beschwerden. Klinisch am häufigsten finden sich Passagestörungen des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes sowie Sodbrennen.

Nach entsprechender Diagnostik wie Ösophagogastroskopie sollte hinsichtlich der Refluxsymptome eine ausreichende Dosis eines Protonenpumpenhemmers als Dauertherapie zum Einsatz kommen, empfiehlt Professor Ulf Müller-Ladner aus Bad Nauheim. Ziel sei die Schmerzfreiheit. H2-Blocker seien obsolet. Als Prokinetika stehen Erythromycin, Metoclopramid und Domperidon zur Verfügung.

Professor Ulf Müller-Ladner hält seinen Vortrag über Gastrointestinale Probleme bei rheumatischen Erkrankungen am 21. 11. zwischen 10 Uhr und 13 Uhr im Raum 7b im CCD.Süd.

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