Deutsche Kohortenstudie

Typ-2-Diabetes erhöht Risiko für Arthrose

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ERLANGEN. Ein Typ-2-Diabetes scheint ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer schweren Arthrose zu sein: Ein Grund mehr, konsequent zu therapieren.

In einer deutschen Kohortenstudie hatten Diabetiker ein mehr als doppelt so hohes Risiko, innerhalb von 20 Jahren ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk zu erhalten, wie Nicht-Diabetiker (HR 2,1).

Dieser Unterschied war signifikant und unabhängig vom Alter (Diabetes Care 2013; 36 (2): 403-409). Die Forscher um Dr. Georg Schett von der Uni Erlangen hatten die Daten von 927 Männern und Frauen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren analysiert, darunter 69 Diabetiker. Bei diesen lag der mittlere HbA1c bei 7,2%.

Auch der BMI, der als Risikofaktor für Arthrose gilt, hatte das Ergebnis nicht beeinflusst. Verglichen mit Nicht-Diabetikern wiesen Diabetiker im Schnitt nicht nur stärkere Symptome auf, sondern auch ausgeprägtere strukturelle Veränderungen im betroffenen Gelenk.

Bezogen auf 1000 Personenjahre betrug die Rate der Hüft- und Kniegelenkersatz-Op's bei Diabetikern 17,7, bei Nicht-Diabetikern 5,3. Der BMI lag bei 27,0 bzw. 24,8.

Metabolische Faktoren scheinen bei der Arthroseentwicklung bedeutsam zu sein, kommentiert Dr. Cornelia Jaursch-Hancke, Wiesbaden. Dies sei naheliegend, da bei Übergewichtigen oft Gelenke arthrotisch werden, die keiner starken Belastung ausgesetzt sind. (eo)

Zum Ärzte Zeitung Dossier Diabetes (für Fachkreise)

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