Typ-2-Diabetes und noch keine 50? Das ist schlecht!

KOPENHAGEN (hbr). Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, und an Typ-2-Diabetes erkranken, haben eine ungünstige Prognose. Bei ihnen verschlechtert sich die Stoffwechseleinstellung in den Folgejahren überdurchschnittlich schnell.

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Das haben Daten von etwa 600 Patienten des südschwedischen Diabetesregisters ergeben, die beim europäischen Diabeteskongreß in Kopenhagen präsentiert wurden. Bei den Patienten waren zum Diagnosezeitpunkt etwa Nüchternblutzucker, HbA1c-Wert und Insulinresistenz gemessen worden. Anschließend wurden sieben Jahre lang regelmäßig die HbA1c-Werte notiert.

Die Messungen bestätigten zunächst den bekannten progressiven Charakter des Typ-2-Diabetes nach anfänglicher Verbesserung. So sank der HbA1c-Wert im ersten Jahr deutlich von 7,6 auf 6,3 Prozent ab. Aber ab dem zweiten Jahr nahm er wieder kontinuierlich zu. Nach sieben Jahren benötigte etwa die Hälfte der Patienten Insulin.

Dabei ist ein Diagnosealter unter 50 Jahren offenbar mit einem signifikant schnelleren HbA1c-Anstieg verknüpft. Der Wert stieg in dieser Gruppe innerhalb von sieben Jahren bis knapp an die 7,5-Prozent-Marke. Bei den Patienten dagegen, die zum Zeitpunkt der Diabetes-Diagnose bereits 50 oder mehr Jahre zählten, verschlechterte sich die Stoffwechsel-Einstellung nur langsam - ihr HbA1c lag zum gleichen Zeitpunkt immer noch deutlich unter sieben Prozent.

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