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Ultraschall klärt Plaque-Aufbau

HAMBURG (nke). Vor Operationen an den Halsarterien können Gefäßchirurgen mit modernen Ultraschallverfahren die Gefäßstenose genau analysieren. Damit lässt sich nicht nur der Stenosegrad beurteilen, sondern auch der Plaque-Aufbau. Beides ist wichtig, um das Schlaganfallrisiko abzuschätzen.

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Hochgradige Stenose der A. carotis interna. Etwa 90 Prozent des Gefäßes sind im Stenosebereich verschlossen.

Hochgradige Stenose der A. carotis interna. Etwa 90 Prozent des Gefäßes sind im Stenosebereich verschlossen.

© Foto: DEGUM

"Ultraschall ist in ganz besonderer Weise geeignet, die Situation vor und auch nach der Operation zu prüfen", sagte Dr. Stefan Nöldeke vom Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Die Ultraschall-Medizin ist in den vergangenen Jahren immer präziser geworden: Die Auflösung liegt inzwischen bei 0,1 mm. Kleinste Gewebs- und Gefäßveränderungen lassen sich daher auf dem Bildschirm sehr genau sehen. Viele Fragen können damit ohne weitere aufwändige Diagnostik beantwortet werden. So lässt sich nicht nur der Grad der Karotisstenose abschätzen, sondern es läßt sich auch der Aufbau der Plaques detailliert erkennen.

Die farbkodierte Duplexsonografie ist die einzige Methode, die Plaqueveränderungen wie Ulzerationen, kleine Gerinnsel und Auflagerungen mit hoher Auflösung darstellen kann, so Nöldeke auf einer Veranstaltung der deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in Hamburg. Das sei wichtig, um das Risiko eines Schlaganfalls abzuschätzen. Denn ein hoher Stenosegrad allein stelle nicht unbedingt eine Gefahr dar. Mitentscheidend hierfür sei der Plaqueaufbau.

Auch in der Vorbereitung der Operation nutzt der Gefäßchirurg die Möglichkeiten des Ultraschalls, zum Beispiel um auch die andere Seite, die während der Operation das Gehirn mit Blut versorgen muss, zu begutachten. "Bei mehr als 90 Prozent der Patienten reicht eine Ultraschalluntersuchung für die Diagnostik an den Karotiden aus", betonte der Vorsitzende der Sektion Chirurgie bei der DEGUM. Nur bei etwa fünf Prozent sei eine weiterführende bildgebende Diagnostik notwendig.

Die Sonografie ist immer präziser geworden.

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