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Forschungserfolg

Urin bringt Hinweise auf Gallenwege-Krebs

HANNOVER (mal). Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben eine nicht-invasive Methode zur Früherkennung von Gallengangstumoren entwickelt, teilt die MHH mit.

Veröffentlicht:

Das Team um Professor Tim Lankisch habe in einer Studie mit über 100 Teilnehmern Biomarker für Krebs der Gallengänge im Urin gefunden.

"Bei Patienten mit Gallengangs-Krebs werden Eiweiße auf eine bestimmte Art abgebaut. So entstehen spezifische Eiweißmuster, die wir mit Hilfe der so genannten Proteom-Analyse erkennen können", wird Lankisch zitiert. Die Studienresultate wurden im Journal "Gut" veröffentlicht.

Ein cholangiozelluläres Karzinom (CCC) frühzeitig zu diagnostizieren, sei besonders bei Patienten mit einer primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) eine Herausforderung, da sich deren Gallenwege chronisch entzündet haben und ein Karzinom schwer von einer Entzündung zu unterscheiden ist, erinnert die MHH.

Proteom-Analyse besonders hilfreich

Die PSC sei dabei in Europa der größte Risikofaktor für ein CCC. Die Proteom-Analyse im Urin könnte daher für die Überwachung von Patienten mit PSC besonders hilfreich sein.

Dem Team um Lankisch sei es vor gut einem Jahr gelungen, ein Verfahren zur Früherkennung von Gallenwege-Krebs zu entwickeln, berichtet die MHH in ihrer Mitteilung.

Dieses beruhe auf einer Untersuchung von Gallensaft, der den Patienten bei einer Endoskopieuntersuchung aus den Gallengängen entnommen wird. Anhand des Eiweißmusters im Gallensaft könnten sie Malignom und Entzündung voneinander unterscheiden.

"Doch dieses Verfahren ist - im Unterschied zur jetzt von uns entwickelten Urinanalyse - eine invasive Prozedur", so Lankisch.

Er hoffe nun, die Urin-Proteom-Analyse als ein neues nicht-invasives diagnostisches Verfahren zur Krebsfrüherkennung möglichst bald für die klinische Praxis nutzbar machen zu können, so die MHH.

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