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Urinschnelltest bessert Diagnostik bei Krebs-Rezidiv

HOUSTON (skh). Ein Urinschnelltest bessert in Kombination mit einer Zystoskopie die Rezidivdiagnostik bei Blasenkarzinom. In einer aktuellen Studie ließ sich damit bei 99 Prozent der Rezidivpatienten das Rezidiv auch nachweisen.

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Seit einigen Jahren wird zur Diagnostik von Blasenkarzinom zusätzlich zur Zystoskopie ein Urinschnelltest verwendet. Er weist das nukleäre Matrixprotein 22 (NMP 22) nach.

Dieses Protein wird vom Blasenepithel in Gegenwart von Tumorzellen vermehrt produziert. In einer Multicenter-Studie wurde nun der Nutzen des Tests auch in der Rezidivdiagnostik geprüft. Rezidive treten bei über der Hälfte der Blasen-Ca-Patienten auf.

In der Studie wurden 668 Blasenkarzinom-Patienten, die zu einer Nachuntersuchung kamen, mit Zystoskopie und mit dem Test untersucht (JAMA 295, 2006, 299). Wurden in der Zystoskopie verdächtige Areale entdeckt, wurde biopsiert. Insgesamt fand man mit Zystoskopie plus Biopsie bei 103 Patienten Rezidive, alleine mit einer Zystoskopie nur bei 94.

Die Sensitivität der Zystoskopie lag damit bei 91 Prozent. Der NMP 22 -Test alleine hatte eine Sensitivität von nur 50 Prozent. Die Kombination von Schnelltest plus Zystoskopie ergab jedoch eine Sensitivität von 99 Prozent.

Mit beiden Verfahren zusammen ließen sich so acht der neun Tumoren nachweisen, die per Zystoskopie alleine nicht entdeckt worden waren. Eine zusätzliche Urin-Zytologie erhöhte die Sicherheit der Diagnostik nicht.

Der Test wurde vom Unternehmen Matritech entwickelt und als NMP 22® BladderChek™ vertrieben. Der Test ist als IGeL-Angebot erhältlich.

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