Suchtkrankheiten

Veranlagung zum Rauchen liegt in den Genen

Veröffentlicht: 23.11.2007, 05:00 Uhr

BONN (dpa). Bestimmte Genveränderungen erhöhen das Risiko, zum Raucher zu werden, meldet die Universität Bonn. Auf 50 bis 75 Prozent schätzen Forscher den Einfluss des Erbguts.

Die Genanalyse von 4300 deutschen Rauchern und Nichtrauchern wies auf zwei Genorte hin: War das Tryptophan-Hydroxylase (TPH)-Gen 1 verändert, wurden die Träger häufiger und stärker abhängig. An einer Veränderung im TPH 2-Gen könne es liegen, dass Menschen früher anfangen zu rauchen, schreiben die Autoren (Neuropsychology 56, 2007, 47).

TPH-Gene sind für die Serotoninproduktion wichtig. Der Botenstoff spielt bei Depressionen, Sucht- und Angsterkrankungen eine Rolle. Träger eines veränderten TPH 2-Gens seien ängstlicher als Kontrollpersonen, berichten die Forscher. Darauf sei das Rauchverhalten möglicherweise zurückzuführen.

Mehr zum Thema

Ost-West und Süd-Nord

Ungesunder Lebensstil teilt Deutschland

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Kabinett beschließt Regeln für die Patientenakte

Patientendaten-Gesetz

Kabinett beschließt Regeln für die Patientenakte

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden