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Reisemedizin

Vermehrt murines Fleckfieber in Texas

In Texas steigen die Infektionszahlen von murinem Fleckfieber. Reisende sollten unter anderem auf gute Hygiene achten.

Von Dr. Sandra Vergin Prof. Tomas Jelinek Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Im US-Bundesstaat Texas sind 2017 bis Ende November mehr als 400 Fälle von murinem Fleckfieber (Synonym endemisches Fleckfieber) aufgetreten – die höchsten Infektionszahlen seit 16 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Regionen um Dallas-Fort Worth sowie Houston.

Die Erkrankung wird durch das Bakterium Rickettsia typhi hervorgerufen, dessen Reservoir primär Nagetiere, aber beispielsweise auch Katzen sind. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt hauptsächlich durch den Rattenfloh Xenopsylla cheopis. Nach einer Inkubationszeit von etwa 14 Tagen kommt es beim Infizierten zunächst zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber und Myalgien. In der Folge kann ein Hautausschlag auftreten, der sich vom Rumpf ausgehend zu den Extremitäten hin ausbreitet. Die Behandlung erfolgt bevorzugt mit Doxycyclin.

Murines Fleckfieber kommt besonders in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, Afrikas und Südostasiens in Küstennähe vor. In den USA ist vorwiegend Texas betroffen, aber auch im südlichen Kalifornien und auf Hawaii werden Erkrankungen registriert. In Europa befinden sich Risikogebiete im Mittelmeerraum. Um einer Infektion vorzubeugen, sollte der Kontakt mit Nagetieren vermieden und auf eine gute Hygiene geachtet werden. Auch empfiehlt sich die Anwendung eines gegen Flöhe wirksamen Insektenabwehrmittels, etwa eines mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) und das Tragen körperbedeckender Kleidung.

Die Autoren arbeiten für das CRM (Centrum für Reisemedizin) in Düsseldorf

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