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Viel Weißbrot und viel Honig erhöht KHK-Rate bei Frauen

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© Erick Nguyen / fotolia.com

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Konsum an Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index untersucht

MAILAND (ikr). Frauen, die Kohlenhydrate vor allem aus Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index beziehen, haben ein wesentlich höheres KHK-Risiko als Frauen, die sich wenig von solchen Lebensmitteln ernähren. Bei Männern ist dies einer aktuellen Studie zufolge allerdings nicht der Fall.

Italienische Forscher haben insgesamt 47 749 Personen - 15 171 Männer und 32 578 Frauen - nach ihrer Ernährung gefragt und die KHK-Rate innerhalb von median 7,9 Jahren ermittelt (Arch Intern Med 170, 2010, 640). Die Hauptbezugsquellen für Kohlenhydrate aus Nahrungsmitteln mit hohem glykämischem Index waren Brot, Zucker, Honig, Marmelade, Pizza und Reis. An Nahrungsmitteln mit niedrigem glykämischen Index wurden vor allem Pasta, Obst und Gemüse verzehrt. Kohlenhydrate aus Nahrungsmittel mit hohem glykämischem Index gehen besonders rasch ins Blut und erhöhen den Blutzuckerspiegel. Zu Studienbeginn hatten die Teilnehmer noch keine KHK.

© vagabondo / fotolia.com

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Während des Untersuchungszeitraums wurde bei 463 Personen eine KHK diagnostiziert - bei 305 Frauen und bei 158 Männern. Bei Frauen mit dem höchsten Kohlenhydratverzehr (im Mittel 338 g pro Tag) war die KHK-Inzidenz mit 49 Erkrankungen gut doppelt so hoch wie bei Frauen mit dem niedrigsten Kohlenhydratkonsum (im Mittel 234 g pro Tag) mit nur 20 Erkrankungen dieser Art. Und bei Frauen aus der Gruppe, die Kohlenhydrate vor allem aus Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index bezog (durchschnittlich 201 g pro Tag), war die KHK-Rate um den Faktor 1,7 höher als bei Frauen aus der Gruppe, die am wenigsten von solchen Produkten verzehrte (im Mittel 88 g pro Tag). Bei Kohlenhydraten aus Nahrungsmitteln mit niedrigem glykämischen Index war ein solcher Zusammenhang allerdings nicht zu beobachten.

Bei Männern wurde überhaupt kein Zusammenhang zwischen dem Kohlenhydratverzehr, dem glykämischen Index und der KHK-Rate festgestellt. Für diesen Geschlechterunterschied im KHK-Risiko haben die italienischen Forscher um Dr. Vittorio Krogh aus Mailand eine mögliche Erklärung parat: Dieser Unterschied könnte darauf beruhen, dass die durch Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index verursachte Steigerung der Serum-Triglyzerid-Spiegel und Reduktion der Serum-HDL-Werte stärkere KHK-Risikofaktoren für Frauen sind als für Männer.

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