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Vitamin E erhält keinen Platz in der Demenz-Vorsorge

BOSTON (ars). Vitamin E war ein Hoffnungsträger in der Prävention der Alzheimer-Demenz. Nun haben amerikanische Wissenschaftler eine Enttäuschung parat: Eine langjährige Nahrungsergänzung mit dem Antioxidans kann nicht einmal das Nachlassen kognitiver Leistungen verhindern, geschweige denn sie verbessern.

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Oxidativer Stress gilt als Motor in der Entstehung der Alzheimer-Demenz, denn schon in frühen Stadien fallen Nervenschäden durch Sauerstoff-Verbindungen auf. Von Vitamin E wiederum ist aus Reagenzglas- und Tierexperimenten bekannt, dass es die Lipidperoxidation bremst und vor Nervenschäden schützt. Ob es auch klinisch wirkt, haben Forscher aus Boston in der Women’s Health Study bei mehr als 6000 Frauen im Alter über 65 Jahre geprüft (Arch Intern Med 166, 2006, 2463).

Nachdem die Frauen das Tocopherol oder Placebo knapp sechs Jahre genommen hatten, fragten die Forscher telefonisch kognitive Leistungen ab, dann noch einmal nach zwei und vier Jahren. Dabei verwendeten sie spezielle Tests etwa für die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten und das Wortgedächtnis. Auch im Zeitraum während der Erhebungen setzten die Frauen die Supplementation von Vitamin E fort, und zwar alle zwei Tage 600 Internationale Einheiten - freilich ohne Erfolg: Für keine kognitive Leistung brachte das Anti-oxidans bessere Ergebnisse als Placebo.

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